08.10.2014 Maximilian Steppan

Singulus - Aktie im Pennystockbereich: Droht die Insolvenz?

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Nach dem Fall unter die Ein-Euro-Marke ist der Abwärtstrend von Singulus noch längst nicht gestoppt. Independent Research senkte das Kursziel nochmals von 1,20 Euro auf 0,95 Euro und hat die Einstufung auf „Verkaufen“ belassen.  Die Unsicherheiten bezüglich des Unternehmensfortbestands seien weiter gestiegen, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Donnerstag. Er bewertet die Aktie des Spezialmaschinenbauers nun anhand eines Substanzwertverfahrens unter Anwendung von Abschlägen auf bestimmte Aktiva.

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Heute meldete sich Equinet und hob Singulus auf „Hold“ mit dem Ziel 0,85 Euro. Singulus zielt zwar auf die Technologieführerschaft in den Segmenten Optical Disc, Solar und Halbleiter ab. Doch was nützt eine Technologieführerschaft, wenn es sich um schrumpfende Märkte handelt und man noch dazu den Einstieg in den Wachstumsmarkt Solar verschlafen hat?

Hinter dem Segment Optical Disc verbergen sich die Bereiche Blu-ray Disc und DVD. Zwar sieht Singulus diese als Wachstumstreiber durch die neu eingeführten Konsolen Xbox one und Playstation 4. Beide Konsolen erzielen weltweit Rekordverkäufe, doch werden die Spiele größtenteils online abgerufen und nicht per Blu-ray gespielt. Auch der Bereich DVD bereitet wenig Hoffnung, wenn man an den Deutschlandstart der Online-Videothek Netflix im September denkt. Allgemein kann man das DVD und Blu-ray-Geschäft nicht als Wachstumsmarkt identifizieren.

Diese Einschätzung bekräftigt sich auch im Einbruch der Auftragseingänge. Diese haben sich im zweiten Quartal 2014 auf nur noch 11,1 Millionen im Vergleich zum ersten Quartal 2014 mehr als halbiert.

Aktie meiden!

DER AKTIONÄR rät weiterhin dazu die Aktie zu meiden. Der Verlustvortrag zum ersten Halbjahr 2014 hat die Kapitalrücklage in Höhe von 77,2 Millionen Euro fast aufgezehrt. Singulus hat zwar noch 31 Millionen an flüssigen Mitteln, doch die Aussichten auf Besserung der Auftragslage sind nicht gerade hoffnungsvoll . Auf die Stimmung der Branche drückt auch die kürzliche Meldung der Pleite des Solarmaschinenherstellers GT Advanced. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem ungebrochenen Abwärtstrend.

(Mit Material von dpa-AFX)