18.02.2019 Michael Schröder

Siltronic: Leerverkäufer bauen Short-Positionen aus – Gefahr in Verzug?

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Siltronic
Trendthema

DER AKTIONÄR hat sich festgelegt: Bei Siltronic überwiegen auf dem aktuellen Niveau weiter die Chancen. Die Aktie hat nun die Möglichkeit, eine neue Aufwärtsbewegung zu starten. Zu den drei Punkten, die für steigende Kurse sprechen und die Aktie des Waferherstellers weiter antreiben sollten, könnte schon bald noch einer hinzukommen.

Die Siltronic-Aktie kann sich weiter von ihren Tiefstständen lösen. Im noch jungen Jahr zählt der Wert mit einem Plus von 40 Prozent zu den Top-Gewinnern auf dem heimischen Kurszettel. DER AKTIONÄR hat eine Reihe von kurstreibendenden Faktoren ausgemacht: Die Fortschritte bei den Gesprächen rund um den Handelsstreit (Marktumfeld). Der Konzern hat im abgelaufenen Jahr noch besser abgeschnitten als erwartet. Eine Abkühlung der Chipkonjunktur und ein verhaltener Ausblick sollten im Kurs eingepreist sein. Auf Basis der aktuellen Schätzungen ist die Aktie im Peergroup-Vergleich alles andere als teuer. (Bewertung). Der Titel nimmt nach dem Sprung über die 90-Euro-Marke Kurs auf dreistellige Notierungen. Nach einer kurzen Konsolidierung im Bereich um 100 Euro könnten die Papiere dann die horizontalen Widerstände bei 109 Euro und 131 Euro ansteuern (Charttechnik).

Jetzt kommt noch ein vierter Aspekt hinzu. Treiben die ersten drei Impulsgeber die Aktie weiter nach oben, dann dürften die Leerverkäufer, die ihre Positionen zuletzt noch ausgebaut haben (siehe Historie), irgendwann reagieren und ihre Short-Positionen eindecken (Short-Squeeze).

Entscheidend für dieses Szenario wird der Ausblick von Vorstand Dr. Christoph von Plotho und Finanzchef Rainer Irle am 5. März. Fällt dieser nicht zu verhalten aus, dann dürfte die Aufwärtsbewegung zusätzlichen Auftrieb erhalten. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot vorerst weiter auf dieses Szenario.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.