20.12.2018 Michael Schröder

Siltronic: Aktuelle Übertreibung bietet Chance auf Trading-Gewinne

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Siltronic
Trendthema

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins weiter in die Höhe geschraubt und gleichzeitig vor einer sich eintrübenden Konjunktur im neuen Jahr gewarnt. Das kommt bei den Börsianern nicht gut an. Vor allem Technologiewerte stehen unter Druck. Die Siltronic-Aktie markiert ähnlich wie viele Wettbewerber ein neues Jahrestief.

Siltronic zählt im laufenden Jahr zu den größten Verlierern auf dem heimischen Kurszettel. Zuletzt arbeitete die Aktie an einer Stabilisierung. Gestern rutschte der Kurts dann aber im Sog der schwachen Micron-Zahlen unter die wichtige Unterstützung bei 70 Euro. Heute geht es für die Papiere des Waferherstellers im schwachen Marktumfeld erneut weiter nach unten.

Eine Übertreibung? Geht es nach Siltronic Finanzchef Rainer Irle, ist der Münchner Konzern weiter auf Kurs. Seinen Aussagen zufolge ist die Nachfrage nach Wafern weiter auf einem hohen Niveau. In Sachen Preisentwicklung zeigte sich der Vorstand ebenfalls weiter zuversichtlich.

Die Aussichten bei Siltronic sind also nicht so schlecht, wie es der Kursverlauf zuletzt aufzeigt. DER AKTIONÄR hält daher an seinem Fazit fest: Liegt der Finanzvorstand mit seiner Einschätzung nicht komplett daneben, dann sollte die mit einem KGV von 5 günstig bewertete Aktie bei einer überfälligen Gegenbewegung von DAX und Co – ähnlich wie Aixtron – zu den Leadern gehören. In einem ersten Schritt muss dazu zunächst die 70-Euro-Marke überwunden werden. Als nächstes Ziel wartet dann weiter die 90-Euro-Marke.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.