Mitte der Woche hatten starke Zahlen des Wettbewerbers GE Healthcare noch für steigende Kurse bei Siemens Healthineers gesorgt. Jetzt hat der Medizintechnikkonzern selbst allerdings die Umsatzprognose für das laufende Jahr senken müssen. Die zur Disposition stehende Labordiagnostik-Sparte bleibt dabei das Sorgenkind.
Im dritten Quartal kletterte der vergleichbare Umsatz von Siemens Healthineers zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte um 15,6 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro zu, dabei kletterte die Marge von 16,8 auf 19,1 Prozent. Nach Steuern stieg der Gewinn um 21,7 Prozent auf 676 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,70 Euro. Während Experten beim Erlös mehr auf dem Zettel hatten, wurden die Erwartungen bei den Gewinnkennziffern geschlagen.
Problemkind bei Healthineers bleibt die Labordiagnostik, in der ein Rückgang verdaut werden musste. Zudem schwächelte auch die größte Sparte Bildgebung, die lediglich 2,3 Prozent zulegte. Besser lief es in der Sparte Präzisionstherapie mit dem US-Krebsspezialisten Varian, die 9,2 Prozent wuchs. Auf der Gewinnseite zahlte sich derweil die Rückerstattung der für unrechtmäßig erklärten US-Zölle aus.
Für das Gesamtjahr (per Ende September) hat der Konzern nun die Umsatzprognose gesenkt. Die Erlöse sollen nun 3,5 bis 4,0 Prozent zulegen – jeweils ein Prozentpunkt weniger als bisher. Die Gewinnprognose wurde dagegen angehoben – um jeweils 15 Cent auf 2,35 bis 2,45 Euro Gewinn je Aktie.
Die Zahlen kommen am Markt nicht gut an. Während Sondereffekte den Gewinn treiben, schwächelt das Umsatzwachstum. Siemens Healthineers muss eine Lösung für die Labordiagnostik finden, um wieder in die Spur zu kommen. Darüber hinaus drückt der Aktienüberhang der Mutter Siemens weiter auf den Kurs. Anleger bleiben vorerst an der Seitenlinie.
Heute, 07:49
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