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25.07.2020 Maximilian Völkl

Siemens Healthineers: Das erwarten die Analysten

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Siemens Healthineers

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat sich zuletzt stark im Kampf gegen die Corona-Krise engagiert. Die entwickelten Corona-Tests könnten Geld in die Kasse spülen, die Delle durch die Pandemie werden sie aber nicht komplett kompensieren. Nachdem der Wettbewerber Philips im abgelaufenen Quartal aber besser abgeschnitten hat als befürchtet, warten Anleger nun auch gespannt auf die Healthineers-Zahlen. DER AKTIONÄR zeigt, womit die Experten rechnen.

Die Analysten sind überwiegend positiv gestimmt. Von den im dpa-AFX Analyser zusammengefassten Experten hat im laufenden Kalenderjahr lediglich eine Bank eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen. Der Rest rät zum Halten oder zum Kaufen.

Nach dem enttäuschenden Start ins Geschäftsjahr habe das Unternehmen trotz der Corona-Krise im zweiten Quartal positiv abgeschnitten, schrieb Analyst Holger Fechner von der NordLB in einer Studie. Der Auftragseingang sei angesichts der Lage solide. Mit der Aktie des Medizintechnik-Konzerns könnten Anleger in der Coronavirus-Krise auf Antikörpertests setzen, findet Kate Kalashnikova von der Citigroup. Diese seien ein Schlüsselthema zur Wiederöffnung von Volkswirtschaften, die großen Potenziale davon seien in den Marktschätzungen aber noch nicht eingepreist.

So erwartet Lisa Bedell Clive von Bernstein Research mit Blick auf die deutlich gestiegenen Produktionskapazitäten des Antikörpertests, dass dieser sich positiv auf das Geschäft im zweiten Halbjahr auswirken werde. Zudem sieht sie insgesamt die langfristigen Aussichten für Siemens Healthineers positiv. Auch Veronika Dubajova von Goldman Sachs sieht mögliche Impulse durch die Corona-Krise für den Konzern. Diese dürften die Belastungen für das Kerngeschäft durch geringere Auslastung nicht kompensieren können, zeigt sie sich vorsichtig.

Siemens Healthineers (WKN: SHL100)

Siemens Healthineers kommt nicht ungeschoren durch die Coronakrise. Das Potenzial für eine positive Überraschung ist aber durchaus gegeben. Langfristig bleibt der Medizintechnikkonzern ohnehin ein Basisinvestment, der Konzern ist in einem lukrativen Wachstumsmarkt mit seinen Sparten top positioniert.

Mit Material von dpa-AFX