Der Ausverkauf bei den Highflyern aus der Rohstoff- und Techbranche macht sich am Montag auch bei Siemens Energy bemerkbar. Obwohl das Analysehaus Jefferies ein neues, deutlich höheres Kursziel ausgegeben hat, zählt der Energietechnikkonzern im frühen Handel zu den stärksten Verlierern im DAX.
Analyst Lucas Ferhani rechnet mit einem starken ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 und hat das Kursziel deutlich von 134 auf 164 Euro angehoben. Die Einstufung lautet weiterhin „Buy“. Nach wie vor sei die starke Dynamik im Geschäft mit Gasturbinen nicht vollständig im Konsens angekommen. Als größten Risikofaktor bezeichnet Ferhani weiterhin die Tochter Siemens Gamesa. Allerdings sei die Gefahr hier angesichts der Trendwende bei Offshore-Windkraft in den USA mittlerweile auch etwas geringer.
In der vergangenen Woche hatte das erfolgreiche IPO des österreichischen Energietechnikzulieferers Asta Energy noch einmal untermauert, wie hoch die Nachfrage nach der Branche an der Börse weiter ist. Dass es am Montag zu Verlusten kommt, ist angesichts der Entwicklung am Gesamtmarkt nicht ungewöhnlich. Die Befürchtung, dass unter dem designierten neuen Fed-Chef Kevin Warsh die Zinsen in den USA eher höher bleiben könnten, sorgt dafür, dass Anleger weniger Risiko gehen und deshalb gerade bei den gut gelaufenen Aktien der vergangenen Monate für Gewinnmitnahmen.
Der leichte Rücksetzer zu Wochenbeginn ist kein Grund zur Sorge, sondern vielmehr nur eine Folge des schwachen Gesamtmarkts. Dennoch ist der beeindruckende Aufwärtstrend der vergangenen Monate weiter intakt. Die hohe Nachfrage dürfte zudem auf operativer Seite für anhaltend starkes Wachstum sorgen und macht die Aktie nach wie vor interessant. Ein neues Rekordhoch sollte angesichts der noch immer großen Relativen Stärke eine Frage der Zeit sein.
Heute, 09:14