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21.01.2021 Martin Mrowka

Schlussglocke: Dow Jones und Co nach neuem Rekord wenig verändert – Intel stark, IBM enttäuscht

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DowJones

Nach neuen Rekorden bei Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq gingen vielen US-Aktien zur Schlussglocke die Folgeaufträge aus. Letztlich zeigten die US-Indizes am Donnerstag eine uneinheitliche Entwicklung. Unter den Einzelwerten ragten vor allem Intel heraus, die überraschend starke Quartalszahlen veröffentlicht haben.

Nach den Kursrekorden zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden am Mittwoch haben die US-Aktien am Donnerstag eine Atempause eingelegt. Der Leitindex Dow Jones Industrial und auch der marktbreite S&P 500 erreichten zwar im Handelsverlauf erneut Höchststände, am Ende waren die Gewinne aber wieder Makulatur. An der Börse Nasdaq setzte sich die Aufwärtsbewegung hingegen dynamisch fort, nicht zuletzt angefeuert von starken Quartalszahlen von Intel.

Der Dow schloss mit 0,04 Prozent im Minus bei 31.176 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verbuchte ein Plus von 0,03 Prozent auf 3.853 Zähler.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

An der technologielastigen Nasdaq ging es für den Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,8 Prozent auf 13.405 Punkte nochmals kräftig nach oben.

Hier gewannen Intel-Aktien 6,5 Prozent. Der Chipkonzern hat im Q4 die Erwartungen deutlich übertroffen. Mit einem Umsatz von 20 Milliarden Dollar nahm Intel rund 2,6 Milliarden Dollar mehr ein als zuvor in Aussicht gestellt. Im gesamten Jahr stiegen die Erlöse um acht Prozent auf den Rekordwert von 77,9 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn fiel allerdings um 15 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar, wie Intel nach US-Börsenschluss mitteilte.

IBM enttäuschte hingegen mit seinen nachbörslichen Quartalszahlen. Nach einem Kursplus von 1,2 Prozent zur Schlussglocke fiel Big Blue nachbörslich um mehr als zwei Prozent zurück.

Andere Branchengrößen wie Apple und Advanced Micro Devices (AMD) legten um jeweils mehr als drei Prozent zu.

Die Saison der Quartalsberichte von Unternehmen nimmt allmählich Fahrt auf und bewegte die Kurse teils stark. So büßten etwa die Aktien von United Airlines 5,7 Prozent ein. Die angeschlagene Fluggesellschaft hat das Jahr 2021 zu einem Jahr des Übergangs erklärt und wird nach eigener Aussage erst 2023 wieder so profitabel sein wie vor der Corona-Krise.

Die Papiere des Aluminiumproduzenten Alcoa brachen nach Quartalszahlen sogar um mehr als 12 Prozent ein. Die Analysten der Bank of America bemängelten, dass das Unternehmen mit höheren Kosten rechne und zugleich Barmittel für Pensionsverpflichtungen aufwenden müsse.

Die im Dow enthaltenen Aktien des Versicherers The Travelers zählten dagegen mit plus 2,6 Prozent zu den Gewinnern im Leitindex. Der Gewinn je Aktie übertraf im Schlussquartal 2020 selbst die höchste der zahlreichen Analystenschätzungen.  (Mit Material von dpa-AFX)

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