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15.07.2021 Martin Weiß

Schlussglocke: Dow Jones schließt im Plus - Wachstumssorgen belasten Tech-Sektor - Impfstoff-Aktien geben Gas

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Die Milliardengewinne der US-Großbanken in der laufende Woche haben nicht verhindert, dass sich die Anleger hinsichtlich der bevorstehenden Q2-Zahlensaison Sorgen um das Wachstum vor allem bei Tech-Firmen machen. Während der Dow Jones am Donnerstag im Handelsverlauf in die Gewinnzone sprang und ein kleines Plus über die Schlussglocke rettete, büßten S&P500 und Nasdaq Composite teils deutlich ein.

Der Dow Jones stieg um 0,15 Prozent auf 34.987 Zähler. Für den S&P500 ging es hingegen um 0,33 Prozent nach unten, für den technologielastigen Nasdaq Composite sogar um 0,70 Prozent.

Derzeit mehren sich Experten zufolge die Anzeichen für eine Abschwächung der weltgrößten Volkswirtschaft. Zudem bleibt die momentan sehr hohe Inflation ein Thema. Falls diese wider Erwarten nicht in absehbarer Zeit sinken sollte, müsste die US-Notenbank wohl mit einer schärferen Geldpolitik gegensteuern. Aktuelle Konjunkturdaten zeigten allerdings ein recht uneinheitliches Bild.

Unterdessen ging die Berichtssaison an diesem Donnerstag weiter. Starke Zuwächse im Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung verhalfen der Bank Morgan Stanley im zweiten Quartal zu einer deutlichen Gewinnsteigerung. Indes enttäuschte das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren. Die Aktien verloren im trüben Marktumfeld über ein halbes Prozent.

Auf ein positives Echo stieß bei den Anlegern die Nachricht, dass der Versicherungskonzern American International Group (AIG) einen knapp zehnprozentigen Anteil seiner Lebensversicherungs- und Altersversorgungssparte an den Vermögensverwalter Blackstone verkauft. Die Aktien von AIG und Blackstone verteuerten sich um knapp drei beziehungsweise gut zweieinhalb Prozent, wobei letztere sogar einen Rekordstand erreichten.

Bei Biogen sorgten Neuigkeiten zum umstrittenen neuen Alzheimer-Medikament des Unternehmens für einen Kursverlust von über sieben Prozent. Bereits am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass die amtierende Chefin der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Untersuchung der erst im Juni erfolgten Zulassung anstrebt. Nun weigerten sich einem Bericht der "New York Times" zwei größere US-Kliniken, das Medikament anzuwenden.

Bei Impfstoff-Aktien griffen die Anleger am Donnerstag hingegen erneut zu. Die Aussichten auf eine dritte Impfdosis als Auffrischung und daraus resultierende zusätzliche Erlöse im kommenden Jahr, trieben die Aktie von Moderna um rund 5,5 Prozent in die Höhe auf ein neues Rekordhoch (Schlusskurs). Der deutsche Konkurrent BioNTech verteuerte sich um 4,3 Prozent auf 221 Dollar.

Bei Netflix verpuffte die anfängliche Freude darüber, dass die Pläne des Streaminganbieters zum Einstieg ins Geschäft mit Videospielen mit der Verpflichtung eines Branchenveteranen konkreter wurden: Die zuletzt gut gelaufenen Papiere sanken um mehr als anderthalb Prozent.

Halbleitertitel litten unter der Einschätzung des taiwanischen Branchenriesen Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), wonach der Produktionsengpass bei Computerchips bald vorbei sein sollte: Im Dow gaben Intel um rund 1,4 Prozent nach, und im Nasdaq 100 verbilligten sich NXP Semiconductors, Microchip Technology und Nvidia um bis zu knapp fünf Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)


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