++ Neue Hochs, neue Chancen ++

Schlussglocke: Bullen schlagen zurück – Chip‑Rally vor dem Nvidia‑Showdown

Schlussglocke: Bullen schlagen zurück – Chip‑Rally vor dem Nvidia‑Showdown
Foto: Dogora Sun/Shutterstock
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Timo Nützel 25.08.2026, 22:13 Timo Nützel
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Die Wall Street hat ihren schwachen Wochenauftakt wettgemacht und schließt dank fallender Ölpreise und sinkender Renditen im Plus. Vor allem die Tech-Werte meldeten sich angetrieben von einer Erholung im Chipsektor stark zurück. Können die anstehenden Nvidia-Zahlen den US-Börsen nun zum nächsten Ausbruch verhelfen?

Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,30 Prozent fester mit 53.577,40 Punkten aus dem Handel. Damit knüpfte er an seine moderaten Vortagsgewinne an.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es letztlich um 0,32 Prozent auf 7.677,28 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,64 Prozent auf 29.209,23 Zähler. Zum Wochenstart hatten beide Indizes noch nachgegeben - insbesondere das Tech-Börsenbarometer, welches nun vom starken Chipsektor profitierte.

Die Ölpreise weiteten trotz der Drohung von US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ihre anfänglichen Verluste kräftig aus. Eine mit Spannung erwartete Rede des US-Finanzministers Scott Bessent hatte am Montagabend keine konkreten Maßnahmen erwähnt, mit denen die USA Teheran stärker unter Druck setzen wollen. Zuvor hatte Washington von einem "Wirtschaftskrieg" gegen das Land gesprochen und damit gedroht, den Iran komplett von der Weltwirtschaft zu isolieren.

"Die von US-Präsident Donald Trump großspurig angekündigten weitreichenden Sanktionen gegen den Iran blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück", kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank. Vielmehr habe Bessent auf die Verkündung von Sekundärsanktionen gegen Käufer von iranischem Öl verzichtet. Diese stünden lediglich weiter als Drohung im Raum.

Nvidia beendet Verlustserie

Die Aktien des Chipriesen Nvidia beendeten mit einem Anstieg um 2,2 Prozent eine mehrtägige Verlustserie. Das wertvollste Börsenunternehmen der Welt gilt als wichtiger Gradmesser für den Boom rund um Künstliche Intelligenz. Nvidia mache derzeit alles richtig, und die Geschäfte liefen auf Hochtouren, sagte Mark Malek, der das Portfoliomanagement beim Finanzdienstleister Siebert leitet. Daher rechne er ebenso wie der Markt am Mittwoch mit guten Nachrichten. Der Experte warnte indes auch vor dem Rückschlagpotenzial im Falle einer Enttäuschung.

Andere Werte aus dem Chipsektor legten am Dienstag teils noch deutlicher zu. So verteuerten sich AMD und Marvell Technology um jeweils knapp fünf Prozent.

Moderna mit erneuten Kurssprung

Die Aktien von Moderna zeigten sich mit einem Kurssprung von gut 14 Prozent weiter schwankungsanfällig. Sie blieben unter ihrem höchsten Stand seit 2023, den sie vor knapp einer Woche dank einer erfolgreichen klinischen Studie zu einem Melanom-Impfstoff erreicht hatten. Mit dieser begründete Analystin Alexandria Hammond von Wolfe Research die Aufgabe ihres bisherigen, negativen Anlagevotums. Derweil erreichten die Titel des Partners Merck & Co mit deutlichen Kursgewinnen erneut einen Rekord. Sie schlossen an der Dow-Spitze 3,8 Prozent im Plus.

Dicks Sporting Goods rauscht ab

Dagegen brachen die Aktien von Dicks Sporting Goods um 31 Prozent ein. Der Sportartikel-Händler hatte mit der Vorlage von Quartalszahlen seinen Ausblick wegen der schwachen Entwicklung bei der zugekauften Handelskette Foot Locker gesenkt. Im Sog von Dicks büßten die Aktien von Branchenprimus Nike als Dow-Schlusslicht 3,1 Prozent ein.

Dow Jones (ISIN: AF000000DOWJ)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna, Nvidia.

Aktien der Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

Enthält Material von dpa-AFX

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