An der Wall Street geht die Furcht vor einer toxischen Gemengelage um. Schwache Walmart-Zahlen, kletternde Anleiherenditen und der anziehende Ölpreis setzen den US-Indizes spürbar zu. Der Dow Jones bricht dabei unter eine wichtige Schlüsselmarke ein. Droht den US-Märkten jetzt eine Korrektur?
Geschäftszahlen von Walmart
Der Nasdaq 100
US-Staatschulden und Öl im Blick
Die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten legte zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen Dollar zu. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums am Vortag, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen, hatte nur vorübergehend den Aufwärtsdruck von den Renditen genommen. Diese zogen am Donnerstag wieder an. Bond-Buybacks verbesserten die Marktmechanik, nicht aber die Schuldentragfähigkeit, kommentierte dies der Kapitalmarktexperte Serge Nussbaumer vom schweizerischen Wertpapierhaus Maverix.
Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung im Iran-Krieg das bestimmende Thema. US-Präsident Donald Trump hatte vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran dem Land mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht.
Walmart mit herber Enttäuschung
Die Umsätze von Walmart auf dem wichtigen Heimatmarkt blieben im zweiten Geschäftsquartal hinter den Erwartungen zurück. Der Aktienkurs des weltweit größten Filial-Einzelhändlers fiel um 9,2 Prozent. Der Konzern stellte zudem für das dritte Quartal ein geringeres Wachstum in Aussicht. Schwächere Geschäfte von Walmart werfen für gewöhnlich Fragen nach dem Konsum der US-Bürger auf, der für die amerikanische Wirtschaft eine wichtige Säule ist.
Deere lieferte ab
Ganz anders sah es beim Landmaschinen- und Traktorbauer Deere & Co
Rücksetzer nach Moderna-Kurssprung
Die Aktien von Moderna
Die Kombination aus geopolitischen Risiken, kletternden Renditen und der hohen US-Verschuldung trübt die Stimmung an der Wall Street kurzfristig ein. Panik ist jedoch fehl am Platz: Rücksetzer gehören zum Börsenalltag. Besonnene Anleger bewahren jetzt Ruhe.
Enthält Material von dpa-AFX
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