Die Ankündigung weiterer signifikanter Zinserhöhungen in der Eurozone und das schrittweise Zurückfahren der Anleihebestände im kommenden Jahr haben den DAX am Donnerstag schwer unter Druck gebracht. Auch an der Wall Street gibt es herbe Verluste: Der Dow Jones fällt um 900 Punkte, der Nasdaq 100 um 430 Zähler.
Der DAX schloss mit minus 3,3 Prozent auf 13.986 Punkte und ist damit zurück auf dem Niveau vom 10. November. Für die Börsen der Eurozone ging es ebenfalls deutlich abwärts.
Zwar hob die Europäische Notenbank (EZB) ihre Leitzinsen erwartungsgemäß um 0,5 Prozentpunkte an, allerdings wurden angesichts der Inflation weitere Zinsanhebungen in einem gleichbleibenden Tempo in Aussicht gestellt.
Am Mittwoch hatte bereits die amerikanische Notenbank dem Markt zu verstehen gegeben, dass es so schnell keine Zinssenkungen geben wird. Nun hat die Börse Angst, dass es die Notenbanken übertreiben und eine ernsthafte Rezession herbeiführen.
Unter den 40 Werten im DAX gab es an diesem Tag keinen Gewinner. Im MDAX gewann Rheinmetall (AKTIONÄR-Empfehlung seit August – Performance: +22 Prozent) 0,9 Prozent. Der Rüstungskonzern baut im niedersächsischen Unterlüß im Landkreis Celle eine neue Munitionsfertigung.
15.12.2022, 19:38