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Foto: Börsenmedien AG, SAP SE Norbert Steinhauser
23.07.2019 DER AKTIONÄR

SAP: So sieht die Zukunft aus!

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SAP

Die SAP-Aktie kam in den vergangenen Tagen unter Druck. Grund dafür war die Bekanntgabe der Q2-Quartalszahlen. Die fielen nicht so aus, wie von Anlegern erwartet. Die Analysten heben dagegen die Kursziele an.

Sechs Prozent weniger Lizenzverkäufe, schwacher Barmittelfluss und eine enttäuschende Gesamtrentabilität drückten auf den Gewinn nach Steuern. Dieser sank im Vorjahresvergleich um 19 Prozent. Besser sieht es beim Umsatz aus, der wuchs - auch dank Akquisitionen - um elf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Zahlen die bei den Analysten von UBS nur für eine Bewertung mit einem "Neutral"-Rating ausreichten.

SAP (WKN: 716460)

Die Schweizer Großbank sieht jedoch auch Stärken – vor allem in der Verbesserung der Cloud-Marge und der stabilen Gesamtmargen. Insgesamt machten Cloud-Aktivitäten im vergangenen Quartal rund 33 Prozent der Verkaufszahlen aus. Höhere Produktivität führte laut UBS am Ende zu dem Profitabilitätsanstieg. Insgesamt hat die Schweizer Großbank ihre Einstufung auf „Neutral“ belassen und das Kursziel von 117 auf 120 Euro angehoben. 

Das Analysehaus Jefferies ist da optimistischer und bewertet SAP mit „Buy“. Das Kursziel beträgt 138 Euro. Analyst Julian Serafini sieht Umsatzchancen in Milliardenhöhe mit der Softwaresuite S/4HANA. Er hält ebenfalls vom Management prognostizierte Bruttomarge von 80 Prozent für erreichbar. Außerdem würde die Qualtrics-Übernahme einem Unternehmen, das mit der gleichnamigen Software unterschiedlichste Datenquellen hinsichtlich ihrer Beliebtheit, Akzeptanz und Zufriedenheit auswertet, SAP neue Chancen eröffnen.

Aktienkurs eher träge

Momentan geht bei SAP nach einigen wechselvollen Tagen nicht viel voran. Die Aktie hat in diesem Jahr schon zweimal ihren Boden gefunden. Das war einmal am 7. und am 31 Mai. Der Aktienkurs liegt aktuell mit zehn Prozent hinter dem 52-Wochen-Hoch zurück. Das Konsenskursziel der Analysten beträgt 127,46 Euro.

Der AKTIONÄR rät dranzubleiben und langfristig von der positiven Gewinnentwicklung des Softwarekonzerns zu profitieren. Zahlreiche Investitionen und Restrukturierung werden sich zukünftig auszahlen. 

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