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Foto: Börsenmedien AG, SAP
09.05.2022 Emil Jusifov

SAP: Der Abverkauf geht weiter

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SAP

Die SAP-Aktie kommt im Fünf-Jahres-Zeitraum auf eine Performance von gerade Mal +2,75 Prozent. Ohne Dividenden würden Anleger nach fünf Jahren sogar eine negative Rendite von -4,35 Prozent erzielen. Offensichtlich teilt der Markt nicht die Auffassung von Aufsichtsratschef Plattner und CEO Klein, dass die Aktie unterbewertet sei.

Interessanterweise wird das Argument mit der Unterbewertung mittlerweile auch von Teilen der Finanzpresse aufgegriffen. So schreibt das Handelsblatt in einem aktuellen Artikel:

Die Bewertung von SAP erscheint attraktiv: Für amerikanische Technologieunternehmen wie Salesforce, Intuit und Adobe zahlen Aktionäre gemessen am bereinigten Gewinn (Ebitda) Aufschläge von 50 Prozent.

Handelsblatt

Hier vergleicht man jedoch Äpfel mit Birnen. Denn alle oben erwähnten Unternehmen weisen deutlich zweistellige Wachstumsraten beim Umsatz auf. So sollen Salesforce und Intuit, die zum Teil den gleichen Softwaremarkt wie SAP adressieren, in diesem und nächsten Geschäftsjahr im Schnitt um 20 respektive 22 Prozent beim Umsatz zulegen.

Bei SAP erwarten die Wall-Street-Analysten im gleichen Zeitraum dagegen im Schnitt nur ein Umsatzwachstum von sieben Prozent, was ungefähr den Wachstumsraten des Hauptkonkurrenten von SAP Oracle entspricht.

Daher hat DER AKTIONÄR die Bewertung von SAP mit Oracle verglichen und kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass SAP in diesem Kontext sogar überbewertet ist. Oracle schneidet nicht nur bei der Performance besser ab, sondern hat nebenher auch noch ein stärkeres Gewinnwachstum, höhere Margen und ist in Bezug auf das KGV deutlich günstiger bewertet (die komplette Analyse finden Sie hier).

Im unterstehenden Chart sehen Sie, wie deutlich SAP von seinen Peers Oracle, Salesforce, Workday und Intuit in den letzten fünf Jahren outperformt wurde.

SAP (WKN: 716460)

Angesichts der oben erwähnten Punkte und der bestehenden Unsicherheiten rund um die Profitabilität des Unternehmens ist die SAP-Aktie weder attraktiv bewertet noch charttechnisch interessant.  Das Papier ist in den vergangenen Tagen sogar unter die wichtige Unterstützung bei 95 Euro gefallen. Damit droht ein weiterer Abverkauf in den Bereich der Corona-Tiefs zwsichen 82 und 86 Euro. Ein Kauf des Papiers drängt sich daher zurzeit nicht auf.

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