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Foto: Börsenmedien AG, SAP
07.08.2019 Jan-Paul Fóri

SAP: Dieses Gesetz ist eine Lizenz zum Geld drucken

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SAP

Bereits im August 2017 beschloss die Bundesregierung das Onlinezugangsgesetz (OZG). Seitdem hat sich einiges getan, dennoch muss sich die öffentliche Verwaltung jetzt sputen, um die Zielsetzungen erfüllen zu können. Bereits 2022 müssen alle 575 Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltungen digital zugänglich sein. DER AKTIONÄR zeigt, wie SAP hiervon profitiert. 

Egal ob es sich um Anmeldung eines neuen Kraftfahrzeugs, den Antrag auf Elterngeld oder sonstige Behördengänge handelt, oft bringt ein Amtsgang Probleme bei der Terminvereinbarung und stundenlanges Warten mit sich. Damit soll künftig Schluss sein: Online heißt das Lösungswort. Damit diese enorme Herausforderung gestemmt werden kann, muss die digitale Infrastruktur der öffentlichen Verwaltung deutlich ausgebaut werden. 

Cloud Computing und KI auf dem Vormarsch

Der Fokus liegt, laut dem Software-Riesen SAP, in den Bereichen Cloud Computing und KI. So sollen standardisierte Prozesse zukünftig mit Hilfe künstlicher Intelligenz automatisiert abgewickelt werden, sofern dieses möglich und rechtlich zulässig ist. 

Durch die Automatisierung soll der Arbeitsablauf beschleunigt und vereinfacht werden. So könnte die Erhebung und Bearbeitung der Hundesteuer beispielsweise per Smartphone abgewickelt werden. Die hierdurch freiwerdenden Kapazitäten könnten stattdessen an den wichtigeren Stellen sinnvoll eingesetzt werden, wie der Leiter des Geschäftsbereich Public Services & Healthcare von SAP, Nikolaus Hagel, betonte. 
SAP (WKN: 716460)

Charttechnisch angeschlagen

Nachdem die Aktie aufgrund enttäuschender Quartalszahlen zuletzt ordentlich unter die Räder gekommen war, konnte sie den Abverkauf bei 104,52 Euro beenden. Anleger sollten sich davon allerdings nicht beunruhigen lassen, nach der starken Kursrallye der vergangenen Wochen ist ein solcher Kursrücksetzer nichts Außergewöhnliches. 

Zudem stoppte die Aktie mustergültig an der Unterstützung bei 104 Euro. Erst wenn diese Kursmarke deutlich unterschritten und auch die 200-Tage-Linie bei 101,30 Euro gebrochen wird, droht die Ausbildung eines mittelfristigen Abwärtstrends.

Das Onlinezugangsgesetzt spielt SAP in die Karten. Die kommunalen und behördlichen Verwaltungen sind auf ein Rundum-Sorglos-Paket angewiesen, dieses kann aus deutscher Sicht derzeit nur SAP anbieten. Der Konzern dürfte daher ein starkes Umsatzwachstum durch die Ausstattung der Behörden und Ämter generieren. Nur ein Beispiel, wie SAP von der anhaltenden Digitalisierung profitieren kann. Anleger sollten deshalb weiterhin an der Aktie festhalten.  

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