Der Iran-Krieg tobt weiter und könnte sogar schon bald die nächste Eskalationsstufe erreichen. Eng werden dürfte es bald für einige Verbündete der USA, ihnen gehen zeitnah die Ölreserven aus. Ganz anders sieht es im Reich der Mitte aus: China hat vorgesorgt. Der große Turnaround bei chinesischen Aktien sollte deshalb nur eine Frage der Zeit sein.
Südkorea ist bei seiner Gasversorgung praktisch vollständig von LNG-Importen abhängig. Gleichzeitig befindet sich in den Speichern nur noch Gas, um das Land für etwa neun Tage zu versorgen. Das Problem: Im abgelaufenen Jahr war Katar hinter Australien der zweitwichtigste Lieferant. Aufgrund der Blockade der Straße von Hormus bleiben die Importe aus dem Emirat derzeit jedoch aus – und werden das auch noch auf unbestimmte Zeit.
Südkorea versucht derzeit, zusätzliche Lieferungen aus den USA, Australien oder Malaysia auf dem Spotmarkt zu sichern. Allerdings konkurriert das Land dabei direkt mit Japan, das sich in einer ähnlich angespannten Versorgungslage befindet. Dieser Bieterwettstreit treibt einerseits die Preise und garantiert andererseits aufgrund der weiten Lieferwege nicht, dass das LNG ankommt, bevor man die übrigen Reserven verbraucht hat.
Im schlimmsten Fall könnte es bei den wichtigsten Chip-Produzenten des Landes, SK Hynix und Samsung, zu einer Verzögerung oder Drosselung der Produktion kommen. Das würde die globale KI-Industrie massiv treffen, denn die beiden Unternehmen kontrollieren über 90 Prozent des Marktes für HBM-Speicher, welche für KI-Chips von Nvidia unverzichtbar sind. Final würden also sämtliche Konzerne, die vom KI-Boom profitieren, in Mitleidenschaft gezogen werden.
Im Gegensatz zu Korea produziert China einen großen Teil seines Erdgasbedarfs selbst und hat zudem noch reichlich Gas in seinen Speichern. Da man gleichzeitig über eigene Speicherhersteller wie YMTC und CXMT verfügt, stehen die Chancen enorm gut, dass das Reich der Mitte stark von der misslichen Lage Koreas profitieren und dadurch im KI-Rennen weiter aufschließen wird.
Solange keine Entspannung im Nahen Osten in Sicht ist, dürften die Aktien von SK Hynix und Samsung unter Druck bleiben. Zu den großen Gewinnern dürften dank einem hohen Maß an Autarkie chinesische Unternehmen sein. Im China Stock Report erfahren Sie, welche Titel aus dem Reich der Mitte jetzt das größte Potenzial haben und ins Depot gehören. Mit dem Code CHINA10 sichern Sie sich zudem nur für kurze Zeit einen Rabatt in Höhe von zehn Prozent, sowohl auf das Monats- als auch auf das Jahresabo.
Heute, 15:25