Salesforce greift für den Ausbau seines Marketinggeschäfts tief in die Tasche. Der US-Softwarekonzern übernimmt die Customer-Engagement-Plattform Braze für rund 5,66 Milliarden Dollar. Die Transaktion soll die Personalisierung von Kundenkontakten mithilfe Künstlicher Intelligenz vorantreiben.
- Salesforce bietet 47,50 Dollar in bar je Braze-Aktie.
- Der Abschluss der Transaktion ist im Geschäftsjahr 2028 geplant.
- Die Salesforce-Aktie ist ein Kauf.
Mit der Übernahme will Salesforce Unternehmen dabei helfen, ihre Kunden in Echtzeit über verschiedene Kanäle anzusprechen. Braze ermöglicht personalisierte Kommunikation über Apps, Websites, E-Mail, SMS und WhatsApp. Die Plattform verarbeitet Kundenverhalten laufend und passt Marketingmaßnahmen entsprechend an. KI-Funktionen optimieren dabei Inhalte, Angebote, Kanäle und den Zeitpunkt der Ansprache.
KI soll Marketinggeschäft stärken
Salesforce will die Technologie in seine bestehende Plattform integrieren. Besonders die Marketing-Cloud soll von den Fähigkeiten zur kanalübergreifenden Personalisierung profitieren. Zusammen mit den Kundendaten aus Data 360 und den KI-Agenten von Agentforce sollen Unternehmen ihre Kundenbeziehungen gezielter steuern können.
Zahlreiche namhafte Kunden
Braze betreut nach eigenen Angaben rund 2.770 Kunden. Dazu gehören unter anderem Canva, Instacart, Venmo und Urban Outfitters. Die Übernahme soll neben der Technologie auch Expertise in den Bereichen mobile Anwendungen, Datenverarbeitung und Kundenbindung zu Salesforce bringen.
Keine Änderung der Prognose
Der Abschluss der Transaktion ist für das Geschäftsjahr 2028 vorgesehen. Voraussetzung sind unter anderem die Zustimmung der Braze-Aktionäre und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce keine Änderung seiner bisherigen Prognose. Auch die langfristigen Ziele bleiben zunächst unverändert.
Vorbörslich gerät die Aktie wegen der Transaktion mit einem Minus von rund drei Prozent allerdings spürbar unter Druck. Die 240-Dollar-Marke, die das Papier erst am Vortag überwunden hatte, ist damit wieder passé.
Gelingt die Übernahme und Integration reibungslos, könnte sich der Zukauf für Salesforce langfristig auszahlen. DER AKTIONÄR bestätigt daher seine Kaufempfehlung. Wer noch nicht dabei ist, greift zu.
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