100 Prozent mit diesen 7 Aktien?!
Foto: Ryanair
17.05.2021 Thorsten Küfner

Ryanair: Rekordverlust, aber...

-%
Ryanair

Europas größter Billigflieger Ryanair hat wegen der Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust verbucht. Unter dem Strich stand für die zwölf Monate bis Ende März ein Minus von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro und damit innerhalb der jüngst verbesserten Prognose der Konzernführung.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 glaubt das Management um Ryanair-Chef Michael O'Leary an ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle, wagt wegen der Unsicherheit rund um die Corona-Pandemie aber keine konkrete Prognose. Die Erwartungen basierten auf der Annahme, dass die Impfkampagnen erfolgreich sind und die Regierungen in Europa die Reisebeschränkungen rechtzeitig vor der wichtigen Sommersaison ab Juli aufheben, hieß es. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Ryanair ein Passagieraufkommen am unteren Ende der ausgegebenen Zielspanne von 80 bis 120 Millionen Fluggästen. Im laufenden ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni dürften es lediglich 5 bis 6 Millionen Passagiere werden.


Ryanair (WKN: A1401Z)

Es besteht für Anleger kein Grund zur Panik. Es war natürlich bekannt, dass das abgelaufene Geschäftsjahr aufgrund der historischen Krise der Luftfahrt auch für Ryanair ein historisch schlechtes war. Die Aktie präsentiert sich im heutigen Handel relativ robust. Die Impffortschritte in Europa dürften den Iren nun aber kräftig in die Karten spielen. Mutige Anleger können darauf setzen, dass der Konzern dank seiner niedrigen Kosten und der hohen Flexibilität relativ rasch wieder schwarze Zahlen schreiben dürfte - schneller als die großen Netzwerk-Airlines wie Lufthansa, Air France-KLM & Co. Die Position sollte weiterhin mit einem Stopp bei 13,50 Euro abgesichert werden.

Mit Material von dpa-AFX