Während sich der DAX eine Verschnaufpause gönnt, zählt RWE am Mittwoch zu den stärksten Performern im deutschen Leitindex. Nach einem starken ersten Halbjahr hat der Versorger die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Nach der jüngsten Korrektur geht der Blick der Anleger damit nun wieder in Richtung des 52-Wochen-Hochs bei 62,00 Euro.
RWE hat am Dienstagabend überraschend starke vorläufige Zahlen für die ersten sechs Monate 2025 vermeldet. Das bereinigte EBITDA stieg zum Vorjahr um über 40 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro, das bereinigte Nettoergebnis kletterte um 59 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Vor allem die Energieerzeugung mit Onshore-Wind und Solarkraft liefen gut, auch der Energiehandel und die sogenannte Flexible Erzeugung, zu der Erdgas, Wasserkraft und Biomasse zählen, haben gute Ergebnisse beigesteuert.
Angesichts des starken Jahresstarts wurde die Prognose für das laufende Gesamtjahr und auch für 2027 angehoben. Für 2026 wird nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,75 und 6,35 Milliarden Euro in Aussicht gestellt – bislang standen 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro auf dem Zettel. Das bereinigte Nettoergebnis soll nun bei 1,95 bis 2,45 Milliarden Euro liegen – nach 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro zuvor.
2027 sollen es dann schon 6,7 bis 7,3 Milliarden Euro beim EBITDA sein und damit an beiden Enden der Spanne 500 Millionen Euro mehr als bisher. Das bereinigte Nettoergebnis soll 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro betragen – jeweils 300 Millionen Euro mehr als zuvor.
Vor allem die höheren Rohstoffpreise würden RWE in die Karten spielen, ordnete Jefferies-Analyst Ahmed Farman die Zahlen ein. Vor allem die Offshore-Windkraft würde seiner Meinung nach profitieren. Positiv sei auch, dass das Ziel für das laufende Jahr für den Energiehandel bestätigt worden sei.
RWE überzeugt mit Zahlen und neuer Prognose. Die Aktie kann nach der jüngsten Korrektur wieder zulegen. Ein neues 52-Wochen-Hoch scheint eine Frage der Zeit. Sobald die Stimmung für die Energiebranche am Markt wieder besser wird, dürfte der DAX-Titel auch wieder outperformen.
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