03.02.2020 Maximilian Völkl

RWE enorm trendstark – Neues zum Hambacher Forst!

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RWE
Trendthema

Seit der Einigung zum Kohleausstieg befindet sich die RWE-Aktie im Aufwind. Der Versorger hat in der vergangenen Woche ein neues Mehrjahreshoch erreicht. Allerdings sind im Rahmen der Energiewende nach wie vor viele Fragen offen. Der Hambacher Forst bleibt als Symbol für die Umweltschützer im Fokus der RWE-Gegner.

RWE hat angekündigt, beim Betrieb des Tagebaus Hambach einen "angemessenen Abstand" zum Hambacher Forst zu halten. "So ist sichergestellt, dass weder der Wurzelbereich noch die Baumkronen Schaden nehmen können", teilte das Unternehmen mit. Unabhängig davon sei die Wasserversorgung der Bäume durch den Tagebau nicht gefährdet, da die Böden im Hambacher Forst sehr gut Feuchtigkeit speichern könnten. Die Vegetation im Hambacher Forst habe noch nie Kontakt zum Grundwasser gehabt. "Die Vegetation lebt seit jeher ausschließlich vom Niederschlag", stellte RWE fest.

Waldschützer befürchten, dass der Wald auch nach der Bund-Länder-Einigung zum Kohleausstieg bedroht ist. Durch die große Nähe der Bagger zum Wald, gerate der ohnehin gestresste Hambacher Forst noch mehr unter Druck, stellten Bürgerinitiative Buirer für Buir und der Umweltverband BUND fest. Eine Greenpeace-Studie hatte festgestellt, dass der Tagebau an heißen Sommertagen wie ein Brutofen wirke, der dem Wald alle Feuchtigkeit entziehe.

Grabungen bis an den Rand des Waldes würden außerdem eine Verbindung mit anderen Waldgebieten verhindern, stellte der BUND fest: "Das würde die Biotop-Qualität des Hambacher Waldes massiv beeinträchtigen."

Nach der Bund-Länder-Einigung zum Kohleausstieg will RWE nach eigenen Angaben die Umplanung für den Tagebau Hambach Anfang Februar der Düsseldorfer Landesregierung vorlegen. Dabei sollen die Abbaugrenzen und -tiefen konkretisiert werden.

RWE (WKN: 703712)

Das Thema Hambach wird RWE noch länger beschäftigen. Klar ist auch, dass die Entschädigungszahlungen der Bundesregierung die anfallenden Schäden nicht komplett decken. RWE bekommt jedoch mehr als erwartet und es dürfte nun ausreichend Geld zu Verfügung stehen, um in den wichtigen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu investieren.  Die Aussichten bleiben somit gut. Anleger lassen die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)