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23.09.2015 Thorsten Küfner

Royal Dutch Shell kaufen, BP nicht!

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Die Experten der australische Großbank Macquarie haben angesichts des weiterhin schwächelnden Ölpreises die Energiebranche näher unter die Lupe genommen. Dabei gab Analyst Ian Reid auch klare Handlungsempfehlungen zu den auch bei deutschen Privatanlegenr beliebten Aktien von Royal Dutch Shell und BP.

So wurden die Anteile von Shell in einer Ersteinschätzung mit "Outperform" eingestuft. Das Kursziel sieht Reid bei 1.900 Pence (umgerechnet 26,30 Euro), was knapp 20 Prozent über dem aktuellen Kursniveau liegt. Der Zukauf des britischen Gasspezialisten BG Group ist nach Reids Ansicht strategisch und finanziell sinnvoll. Die unterdurchschnittliche Entwicklung der Shell-Aktien sollte korrigieren.

Schwaches Wachstum
Die Papiere des britischen Wettbewerbers BP stuft Reid indes mit "Neutral" ein. Das Kursziel beziffert er auf 350 Pence. Der Ölkonzern müsse einen bemerkenswerten Zukauf tätigen, um das Wachstum schnell anzukurbeln. Der Analyst verweist zudem darauf, dass das Produktionswachstum deutlich niedriger ausfallen dürfte als bei einigen Konkurrenten.

Der Favorit im Sektor
Für den AKTIONÄR bleibt die Aktie von Shell dank der starken Stellung im weniger vom Ölpreis abhängigen Downstream-Geschäft der Favorit im Sektor. Die Bewertung der Dividendenperle (mehr dazu finden Sie unter: Royal Dutch Shell: 5 Fakten zur Dividende) ist derzeit sehr niedrig. Vor einem Einstieg sollte jedoch noch eine Stabilisierung des Chartbildes abgewartet werden. Wer bereits investiert ist beachtet den Stopp bei 18,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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