02.07.2019 Nikolas Kessler

Rocket-Beteiligung Global Fashion Group: So läuft der Börsengang

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Trendthema

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) ist bei seinem Börsendebüt am Dienstagmorgen in Frankfurt schwach in den Handel gestartet. Ausgehend vom ohnehin niedrigen Ausgabepreis ist der Kurs um fast sieben Prozent eingeknickt. Die Aktie von Großaktionär Rocket Internet hält sich im Vergleich dazu erfreulich stabil.

Nachdem der Ausgabepreis der GFG-Aktie mit 4,50 Euro bereits deutlich unter der ursprünglich angepeilten Spanne von 6,00 bis 8,00 Euro gelegen hatte, ist der Kurs am ersten Handelstag zunächst gefallen. Die Papiere des defizitären Online-Modehändlers starteten auf Xetra mit 4,47 Euro und rutschten anschließend schnell bis auf 4,205 Euro ab. Trotz zwischenzeitlicher Erholung notieren sie aktuell noch klar unter dem Ausgabekurs.

Das Emissionsvolumen belief sich inklusive Platzierungsreserve auf rund 198 Millionen Euro. Ursprünglich hatte GFG jedoch Erlöse von fast 400 Millionen Euro angepeilt (DER AKTIONÄR berichtete).

Selbst das war allerdings nur mit kräftiger Unterstützung der beiden Großaktionäre, dem schwedischen Investor Kinnevik und der deutschen Start-up-Schmiede Rocket Internet gelungen. Beide Unternehmen kauften zusammen rund 60 Prozent der bei dem Börsengang über eine Kapitalerhöhung platzierten Aktien – mussten also tief in die Taschen greifen, um den Börsengang zu retten. Für Rocket war es nach zahlreichen Exits in den vergangenen zwei Jahren auf absehbare Zeit vermutlich das letzte IPO einer größeren Beteiligung.

Rocket Internet (WKN: A12UKK)

Angesichts der schwachen Vorzeichen hatte DER AKTIONÄR von einem Einstieg bei der Global Fashion Group abgeraten. Auch nach der Erstnotiz sollten Anleger zunächst die weitere Entwicklung der Aktie abwarten.

Die Aktie von Rocket Internet steht derweil auf der Favoriten-Liste für das zweite Halbjahr. Hintergrund sind Spekulationen auf einen eventuellen Rückzug von der Börse – mehr dazu lesen Sie in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe 27/2019.

Mit Material von dpa-AFX.