Rheinmetall: Rüstungsausgaben steigen

Rheinmetall: Rüstungsausgaben steigen
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Marion Schlegel 01.03.2022, 08:56 Marion Schlegel

Die Aktie von Rheinmetall ist zuletzt kräftig gestiegen. Am Montag notierte sie zeitweise sogar bei 180 Euro, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Am heutigen Dienstag liegt die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate am frühen Vormittag 0,8 Prozent im Minus bei 138,55 Euro.

Das Geld werde mit dem Bundeshaushalt 2022 bereitgestellt, kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntag im Bundestag an. Zugleich sagte er zu, Deutschland werde "von nun an – Jahr für Jahr – mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in unsere Verteidigung investieren". Dies war seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr der Fall.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine will Deutschland die Bundeswehr massiv aufrüsten. Über ein Sondervermögen soll sie 100 Milliarden Euro erhalten. Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall kann der Bundeswehr derzeit Ausrüstung im Wert von 42 Milliarden Euro liefern. Das erklärte zuletzt Unternehmenschef Armin Papperger. Rheinmetall könne innerhalb von zwölf Monaten logistische Fahrzeuge liefern, innerhalb von 18 Monaten Radfahrzeuge und innerhalb von 24 Monaten auch Kettenfahrzeuge. Auch Lieferungen an die Ukraine würden derzeit geprüft.

Die DZ Bank hat den fairen Wert für Rheinmetall von 121 auf 175 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Konzern dürfte von der angekündigten Erhöhung der Rüstungsausgaben des Bundes profitieren, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Montag vorliegenden Studie. Mit Blick auf den Ukraine-Konflikt könnten auch weitere europäische Staaten ihre Militärbudgets steigern, wovon Rheinmetall ebenfalls profitieren könnte.

Die Schweizer Großbank UBS hat Rheinmetall ebenfalls auf "Buy" belassen. Die von der Bundesregierung geplante Steigerung der Verteidigungsausgaben beinhalte im Vergleich zum vergangenen Jahr ein Plus von 80 Prozent, schrieb Analyst Sven Weier in einer am Montag vorliegenden Studie.

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