Das Auf und Ab bei den deutschen Rüstungsaktien setzt sich am Donnerstag fort. Mit einem Minus zwischen drei und vier Prozent zählen Rheinmetall, Renk und Hensoldt zu den größten Verlierern an der deutschen Börse. Der Abwärtstrend im laufenden Jahr bleibt damit intakt. Aktuell geht der Blick dabei vor allem auf die UN-Generalversammlung in New York.
Die deutschen Konzerne sind mit ihren Portfolios vor allem auf klassische Kriegsführung ausgerichtet. Wichtig ist deshalb vor allem die Entwicklung in der Ukraine, die seit dem russischen Angriffskrieg maßgeblich verantwortlich für die steigenden Rüstungsausgaben in Europa ist. Weniger entscheidend ist der Iran-Krieg, bei dem vor allem Kampfdrohnen, Raketen und entsprechende Abwehrsysteme zum Einsatz kommen.
Aktuell geht der Blick vor allem auf die UN-Generalversammlung, wo US-Präsident Donald Trump und viele weitere Politiker aktuell über geopolitische Themen sprechen. US-Außenminister Marco Rubio hatte erklärt, dass sich die USA vor allem wegen einer möglichen Ausweitung des russischen Kriegs auf weitere Länder Sorgen machen. Deshalb sei der russische Staatschef Wladimir Putin auch zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen worden. Dies sei eine gute Gelegenheit, um Putin mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch zu bringen. Allerdings hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow im UN-Sicherheitsrat einer möglichen Waffenruhe erneut eine Absage erteilt.
Positiv für Rheinmetall und Co wertete Jefferies-Analystin Chloe Lemarie derweil Aussagen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Dieser hatte Kritik an zu hohen Ausgaben für alte Technologien zurückgewiesen. Laut Lemarie sei dies ein ermutigendes Signal, dass die Portfolios der deutschen Konzerne weiter gefragt sein dürften.
2026 bleibt ein schwieriges Jahr für Rüstungsaktien. Trotz der aufgekommenen Zweifel an den Wachstumsraten und den Portfolios gilt aber, dass die Aussichten weiter gut sind. Selbst wenn sich die Auftragsentwicklung etwas eintrübt, wäre etwa Rheinmetall auf dem aktuellen Niveau noch immer zu günstig. Langfristig orientierte Anleger setzen hier deshalb weiter auf steigende Kurse.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk.
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