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Rheinmetall: Mordanschlag vereitelt

Rheinmetall: Mordanschlag vereitelt
Foto: Wolfgang Rattay/Reuters
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Jan-Paul Fóri 12.07.2024, 08:15 Jan-Paul Fóri

Es ist ein Skandal: Laut Medienberichten hatte die russische Regierung zum Jahresbeginn Pläne zur Ermordung des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger gefasst. Diese wurden jedoch durch den US-Geheimdienst aufgedeckt und die deutschen Behörden entsprechend gewarnt. Ein deutscher Regierungsbeamter bestätigte, dass man in Berlin derartige Warnungen aus den USA bekommen habe. 

Konkret hat der US-Sender CNN unter Berufung auf fünf mit der Situation vertrauten Beamten aus den USA und anderen westlichen Ländern über die Mord-Pläne der russischen Regierung berichtet. Das aufgedeckte Vorhaben soll Teil einer geplanten Mordanschlagsserie auf Führungskräfte von Rüstungskonzernen in ganz Europa gewesen sein, die mit ihren Waffen den ukrainischen Verteidigungskrieg gegen Russland unterstützen. 

Brisant: Sowohl der Rüstungskonzern Rheinmetall als auch das Bundesamt für Verfassungsschutz wollten den Bericht nicht kommentieren. Gleichwohl sagte Außenministerin Annalena Baerbock gegenüber CNN im Rhamen des Nato-Gipfels in Washington: „Russland führt einen hybriden Angriffskrieg.“ In der Ukraine nutze Russlands Präsident Wladimir Putin dafür Sabotage und Cyber-Angriffe, schrecke aber auch vor Anschlägen auf Menschen und Fabriken auf europäischem Staatsgebiet nicht zurück. Baerbock ergänzte: „Und das unterstreicht erneut, dass wir gemeinsam als Europäer uns bestmöglich schützen müssen und nicht naiv sein dürfen.“

Laut dem Spiegel, der sich auf Sicherheitskreise beruft, sollen bereits mutmaßliche russische Agenten für die Ausführung des Plans in die EU gereist sein sollen. Sowohl in der Nähe der Rheinmetall-Zentrale wie auch an Reisezielen des Rheinmetall-Chefs seien demnach Verdächtige bemerkt worden, bei denen es sich um mögliche Handlanger der russischen Regierung gehandelt haben könnte. Gleichwohl hätte dies nicht für eine Festnahme gereicht, die potenziellen Anschlagstäter hätten aber ihre Pläne offenbar nicht weiter verfolgt, sodass sich die Lage inzwischen etwas entspannt habe. 

Konzernchef Armin Papperger
Quelle: Rheinmetall
Rheinmetall-Chef Armin Papperger (Foto) soll zu Jahresbeginn Ziel eines russischen Attentatplans gewesen sein.

Aufgrund der Mordpläne steht CEO Papperger nach BILD-Informationen seit mehreren Monaten offiziell unter Personenschutz. Vor der Zentrale in Düsseldorf steht demnach seit Monaten fast täglich ein Streifenwagen mit mehreren Polizisten, die sichtbar Maschinenpistolen tragen. Auch bei Veranstaltungen wird der Rüstungskonzern-Boss von Personenschutz der Polizei NRW begleitet und zählt damit zu den wenigen Personen, die in NRW rund um die Uhr bewacht werden.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Rheinmetall-Aktie hat in den vergangenen Handelstagen erneut die 500-Euro-Marke überwunden und könnte nun über die Abwärtstrendlinie ausbrechen. Darüber rückt das Rekordhoch ins Visier. Aufgrund der vollen Auftragsbücher sowie der starken Prognosen für Umsatz und Marge sind höhere Kurse nur eine Frage der Zeit. Die Aktie bleibt ein Kauf.

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