2026 bleibt ein schwieriges Börsenjahr für Aktien aus der Rüstungsbranche. Zu Wochenbeginn stehen erneut rote Vorzeichen zu Buche, im MDAX gerät der Panzergetriebebauer Renk besonders stark unter Druck. JPMorgan warnt vor möglichen Enttäuschungen bei den anstehenden Zahlen.
Das operative Ergebnis könnte im dritten Quartal etwas enttäuschen, so Analyst David Perry vor den Zahlen, die der Konzern am 5. November veröffentlichen wird. Das Kursziel senkte er deshalb von 75 auf 62 Euro. Im wichtigsten Bereich Vehicle Mobility Solutions, zu dem die Antriebs- und Fahrwerkssysteme für militärische Ketten- und Radfahrzeuge zählen, rechnet Perry aber mit starken Zahlen. Die Einstufung für die Aktie lautet auch weiterhin „Overweight“.
Am Markt wird derzeit damit gerechnet, dass Renk im dritten Quartal einen Umsatz von 366 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 63 Millionen erzielt. Das würde eine EBIT-Marge von 17,2 Prozent bedeuten. Für das Gesamtjahr hat Renk derzeit einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro auf dem Zettel. Beim EBIT wird die obere Hälfte der Spanne angepeilt.
Zuletzt hatten allerdings Sorgen, dass der Konzern mit seinem vor allem auf klassische Kriegsführung ausgerichteten Portfolio, künftig nicht mehr so gefragt sein könnte. Vor allem der Iran-Krieg, bei dem vor allem Kampfdrohnen, Raketen und entsprechende Abwehrsysteme zum Einsatz kommen, hat hier Zweifel aufgeworfen.
Durch die Verluste zu Wochenbeginn trübt sich das ohnehin angeschlagene Chartbild bei Renk weiter ein. Auch wenn die Wachstumsaussichten grundsätzlich gut bleiben, drängt sich ein Einstieg beim MDAX-Konzern derzeit nicht auf. Die gesamte Branche benötigt zunächst einmal neue Impulse, bevor Anleger wieder einen Fuß in die Tür stellen können.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk.
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