15.04.2015 Maximilian Völkl

Real-Depot-Wert Drillisch mit Zukauf: Was macht die Aktie?

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Drillisch
Trendthema

Der Mobilfunkanbieter Drillisch baut sein Geschäft weiter aus. Am Mittwoch hat der TecDAX-Konzern die Übernahme von The Phone House verkündet. Die Tochter des britischen Unternehmens Dixons Carphone setzte mit Erlösen von 350 Millionen Euro zuletzt mehr um als Drillisch selbst und soll vor allem den Vertrieb stärken.

Nach Problemen in Deutschland hatte Dixons bereits im Dezember den beschleunigten Umbau von The Phone House angekündigt. Nun soll das Geschäft an Drillisch verkauft werden. Die Bezahlung wird dabei über zwei Schritte erfolgen. Zum einen Teil bekommt Dixons drei Prozent der Drillisch-Anteile im Wert von rund 62 Millionen Euro. Der zweite Teil wird dann aus künftigen Geldzuflüssen des Geschäfts von The Phone House bezahlt – genauere Angaben gab es zunächst nicht.

Angesichts der Umsätze wurde der Preis von Händlern zunächst als niedrig eingestuft. Die Gefahr von Gewinnproblemen bei The Phone House könnte die Drillisch-Aktie aber zunächst einmal belasten. Zudem kommt es durch die Ausgabe neuer Anteile kurzzeitig zu einem Aktienüberhang. Im frühen Handel notiert der TecDAX-Titel jedoch zunächst im Plus.

Gutes Investment

Zuletzt hat Drillisch vor allem das profitable Geschäft ausgebaut und so das EBITDA trotz stagnierenden Umsatzes um rund ein Fünftel auf 85 Millionen Euro ausgebaut. Der neue Zukauf dürfte sich mittelfristig ebenfalls positiv auf die Zahlen des Konzerns auswirken. Charttechnisch steht die Aktie vor dem nachhaltigen Sprung über die 40-Euro-Marke. Zudem lockt eine attraktive Dividendenrendite von knapp 4,5 Prozent. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot daher vorerst weiter mit Hebel auf steigende Kurse. Fällt die TecDAX-Aktie wider Erwarten zurück, wird die Position aber zeitnah glattgestellt.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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