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01.03.2021 Leon Müller

ProSiebenSat.1RTL: Bertelsmann-Chef Thomas Rabe bringt Fusion ins Spiel

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ProSiebenSat.1 Media

Sehen wir bald einen neuen TV-Giganten entstehen? Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hat in einem Magazininterview einen möglichen Zusammenschluss von RTL und ProSiebenSat.1 ins Gespräch gebracht. Die Idee ist nicht neu. Den Aktien beider Konzerne hilft sie zu Beginn der neuen Woche dennoch auf die Sprünge.

Die Aktien von ProSiebenSat.1 und RTL Group reihen sich zu Beginn der neuen Woche in den Gewinnerlisten an der Frankfurter Börse weit oben ein. Die RTL-Aktien profitieren dabei zusätzlich von einem positiven Analystenkommentar. Die Deutsche Bank hat das Papier von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft. Beide werden indes von neuen Konsolidierungsfantasien getrieben.

ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)

Einen Beitrag für die Konsolidierungsfantasie in der Branche, die derzeit unter anderem mit der Corona-Krise und wachsender Konkurrenz durch Streamingdienste an vielen Fronten kämpft, lieferte ein Interview mit dem Chef des RTL-Großaktionärs Bertelsmann, Thomas Rabe. Im Spiegel sagte dieser auf die Frage nach Gedankenspielen für eine Übernahme von ProSiebenSat.1, dass er durchaus eine Chance sehe. "Unmittelbar stehen solche Überlegungen allerdings nicht an, weil die Kartellbehörden noch immer primär auf den klassischen Fernsehwerbemarkt schauen, anstatt den Werbemarkt insgesamt zu berücksichtigen."

Alter Wein in neuen Schläuchen

Die Idee eines Zusammenschluss der beiden führenden deutschen privaten Sendergruppen ist keinesfalls neu. Nachdem es bei RTL derzeit aber zunehmend starke Bemühungen nach einer neuen Ausrichtung gibt, könnte die Bereitschaft diese Idee ernsthaft zu verfolgen, mit der Zeit größer werden. Zumal RTL ins Hintertreffen zu geraten droht, sollte ProSiebenSat.1-Großaktionär Mediaset seine Vision einer paneuropäischen Sendergruppe Wirklichkeit werden lassen wollte. 

ProSiebenSat.1 bleibt weiterhin der Favorit des AKTIONÄR mit Blick auf die beiden Sendergruppen. Langfristig liegen die Aktien nahezu gleichauf. Kurzfristig aber zeigt das Papier der Sendergruppe aus Unterföhring bei München eine höhere Aufwärtsdynamik. Begleitet wird diese auch durch Gerüchte rund um andere Unternehmensbestandteile wie etwa den Duftversender Flaconi. DER AKTIONÄR setzt mit einem Call-Optionsschein in seinem Hebel-Depot auf eine Fortsetzung dieses Trends. Bisher notiert der Schein 120 Prozent im Plus.

Hinweis auf Interessenkonflikt: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: ProSiebenSat.1.