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01.01.2012 Dominik Schertel

ProSiebenSat.1: Wachstum auch im neuen Jahr?

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Börsianer benötigten im Jahr 2011 ein dickes Fell. Das Gros deutscher Aktien konnte sich dem Markttrend nicht entziehen und musste das Börsenjahr mit roten Vorzeichen beenden. Auch die ProSiebenSat.1-Aktie gehört zu den Verlierern. Steht 2012 ein Trendwechsel bevor oder setzt sich die Talfahrt fort?

Nach starken Zahlen zum dritten Quartal 2011 hat die Konzernführung von ProSiebenSat.1 betont, dass man auf der Zielgeraden zu einem neuen Rekordjahr sei. Auch in den kommenden Jahren soll sich das Wachstum fortsetzten. Bis 2015 will die Mediengruppe zusätzliche Umsätze von über 750 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2010 generieren.

Experten sind skeptisch

Nach Analystenmeinung dürfte das Wachstumstempo zumindest im kommenden Jahr etwas in Stocken geraten. Nach einem erwarteten Umsatz von 2,83 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr rechnen die Experten mit einem leichten Rückgang auf 2,77 Milliarden Euro im Jahr 2012. Gleichzeitig soll aber der Gewinn zulegen. Unter dem Strich erwarten Analysten einen Nettoertrag von 383 Millionen Euro.

Anspruchsvolle Aufgabe

Aus charttechnischer Sicht scheint sich die ProSiebenSat.1-Aktie vom Schlimmsten erholt zu haben. Der MDAX-Wert konnte in den vergangenen Wochen wieder Boden von seinem Jahrestief gut machen. Das Papier drehte im Oktober auf und markierte ein neues 3-Monats-Hoch, ehe die Gewinne in kürzester Zeit wieder abgegeben wurden. Derzeit ist die Aktie daran, den horizontalen Widerstand bei 14,30 Euro hinter sich zu lassen. Anschließend warten der Widerstand bei 15,48 Euro, die Abwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie.

Jahr abhaken

Das Börsenjahr 2011 ist für ProSiebenSat.1-Aktionäre eines zum Vergessen. Der Titel bescherte seinen Anlegern ein sattes Minus von fast 40 Prozent. Auch das Jahr 2012 dürfte für den Medienkonzern ein Anspruchsvolles werden, wenngleich die Konzernleitung unlängst in Interviews den Wachstumskurs bekräftigte. Zudem erwarten die Münchner keine Krise im Bereich der Fernsehwerbung. Anleger, die nach wie vor investiert sind, bleiben dabei. Für konservative Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont könnte sich zudem ein Neueinstieg lohnen. Diese sollten allerdings den Sprung über den Abwärtstrend abwarten.

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