13.11.2019 Andreas Deutsch

ProSiebenSat.1: Gewinne weg – das ist der Grund

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ProSiebenSat.1 Media
Trendthema

Zuletzt hatte die Aktie von ProSiebenSat.1 wieder Fahrt aufgenommen, nachdem der Großaktionär Mediaset seinen Anteil kräftig aufgestockt hatte. Am Mittwoch gerät der Titel deutlich unter Druck, verliert zwischenzeitlich fünf Prozent. Der Grund ist ein Kommentar von Mediaset-Finanzvorstand Marco Giordani.

Giordani hat den Übernahmespekulationen um ProSiebenSat.1 einen Dämpfer erteilt. Mediaset sei zufrieden mit der aktuellen ProSiebenSat.1-Beteiligung, so der CFO bei einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Oberste Priorität sei es nicht, Direktoren in den Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 zu berufen. Allerdings stünde Mediaset ProSiebenSat.1 bei Bedarf zur Seite.

Mediaset hält mittlerweile 15,1 Prozent an ProSiebenSat.1. Was Mediaset genau vorhat, ist unklar. Klar ist nur, dass die Italiener die Gefahr von Netflix und Co erkannt haben. Mediaset will gemeinsam mit anderen Unternehmen gegen die neuen Konkurrenten vorgehen.

ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)

Für schlechte Stimmung sorgt am Mittwoch auch eine Kurszielsenkung. Credit Suisse sieht den fairen Wert von ProSiebenSat.1 von 11,90 auf 11,20 Euro gesenkt. Das Rating lautet weiterhin auf „Underperformer“. DER AKTIONÄR bleibt trotzdem bei seiner Einschätzung: ProSiebenSat.1 ist angesichts der Unterbewertung im Peergroup-Vergleich eine spannende Turnaroundstory für spekulativ orientierte Anleger.  

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: ProSiebenSat.1.