21.04.2016 Nikolas Kessler

ProSiebenSat.1: Bewegung in der Vorstandsetage – Aktie am DAX-Ende

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DAX
Trendthema

ProSiebenSat.1 verpasst seinem Digitalressort eine neue Struktur, zudem wird es künftig zwei Vorstände für das Digitalgeschäft geben. Obwohl der Konzern seine ehrgeizigen Ziele bestätigt hat, mangelt es der Aktie an positiven Impulsen.

Künftig bilde das Entertainmentgeschäft, zu dem beispielsweise die Online-Videothek Maxdome oder auch Online-Spiele gehören, ein eigenes Segment, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Leitung der Sparte wird Christof Wahl übernehmen, der zum 1. Mai in den Vorstand des Medienkonzerns rückt. Der 51-Jährige wird darüber hinaus als COO das Tagesgeschäft der Gruppe verantworten.

Das Geschäft rund um digitale Beteiligungen, wozu beispielsweise das Reiseportal weg.de oder das Vergleichsportal Verivox gehören, wird weiterhin von Christian Wegner geführt. Wegner war bislang als Vorstand alleine für das Digitalressort verantwortlich. Mit Aufgliederung in zwei eigenständige Segmente will der Konzern der wachsenden Bedeutung des Digitalgeschäfts gerecht werden. Beide Bereiche hätten inzwischen eine relevante Umsatzgröße erreicht, hieß es.

Im Zuge der Umstrukturierung hat der Konzern außerdem seine Wachstumsziele bekräftigt. Bis zum Jahr 2018 will ProSieben insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz mit seinen Digitalaktivitäten erzielen. Schon heute trägt das Digitalgeschäft mehr als ein Viertel zum Konzernumsatz bei.

Nach einer positiven Meldung zum Videoportal Maxdome in der vergangenen Handelswoche ist der Kurs kurzzeitig über die 200-Tage-Linie gesprungen. Der Ausbruch hat sich jedoch als Fehlsignal herausgestellt. Mittlerweile notiert die Aktie wieder unterhalb der Trendlinie und gehört am Dienstag zu den schwächsten Werten im DAX.

Trotzdem bleibt ProSiebenSat.1 der Branchenfavorit des AKTIONÄR – nicht zuletzt wegen der starken Entwicklung der Digitalsparte und einer Dividendenrendite von rund vier Prozent. Investierte Anleger bleiben dabei. Bei einem nachhaltigen Sprung über die 200-Tage-Linie können auch Neueinsteiger wieder zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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