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04.03.2020 Michel Doepke

PowerCell: Insiderverkauf – und jetzt?

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PowerCell

PowerCell-Anleger haben nervenaufreibende Wochen hinter sich. Binnen sieben Handelstagen verlor der Brennstoffzellen-Hot-Stock ausgehend von 32,90 Euro unglaubliche 57 Prozent auf 14,10 Euro. Mittlerweile hat sich die PowerCell-Aktie wieder berappelt. Indes hat ein Insider diese Woche Anteile verkauft.

PowerCell-CEO Per Wassén hat 78.000 Aktien am Montag und Dienstag veräußert. Nach den Transaktionen hält der Manager noch 102.000 Aktien von PowerCell. "Ich habe einen Teil meiner Beteiligung aus persönlichen finanziellen Gründen verkauft", sagte Wassén.

PowerCell (WKN: A14TK6)

Bosch an Bord

Anleger sollten den Insiderverkauf nicht überbewerten. Derweil lohnt ein Blick auf die Großaktionäre, die gegen Ende 2019 beherzt zugegriffen haben. "Bosch hat im November 2019 11,3 Prozent an der PowerCell Sweden AB übernommen", so Jürgen Gerhardt, Produktbereichsleiter mobile Brennstoffzelle bei der Robert Bosch GmbH, vor Kurzem gegenüber dem AKTIONÄR. "PowerCell hat seinen technischen Ansatz bereits zielgerichtet auf automobile Anwendungen hin entwickelt. Dieser lässt sich zudem von Pkw- auf Nutzfahrzeug-Anwendungen übertragen – das hat PowerCell für uns als Partner so interessant gemacht."

PowerCell erwarb den Anteil von Midroc New Technology. Diese Gesellschaft wiederum kehrte wenige Wochen danach (Anfang Dezember 2019) als Aktionär zurück. Im Gegenzug reduzierte die belgische Investmentgesellschaft Finindus die Beteiligung an PowerCell.

Trotz des zwischenzeitlichen 57-Prozent-Einbruchs bleibt das Interesse an der PowerCell-Aktie offenbar hoch. Mittlerweile notiert der Hot-Stock wieder über der Marke von 20,00 Euro. Wenn die Bullen wieder das Zepter klar in der Hand haben, können mutige Trader auf eine Fortsetzung der kurzfristigen Aufwärtsbewegung setzen.