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Porsche AG: Neue Luxusautos, höhere Preise – so soll das Comeback gelingen

Porsche AG: Neue Luxusautos, höhere Preise – so soll das Comeback gelingen
Foto: Porsche AG
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG -/PERP - %
Jochen Kauper Heute, 12:09 ‧ Jochen Kauper
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Porsche hat vor wenigen Tagen in New York das Design seines neuen Supersportwagens vorgestellt. Der Wagen mit dem Namen "Mission S" soll das neue Spitzenmodell des Stuttgarter Autobauers werden. Wenige Tage zuvor erläuterte Porsche-Chef Michael Leiters auf dem Kapitalmarkttag die Strategie und die Ziele für die nächsten Jahre.

Porsche CEO Michael Leiters gestikuliert am Rednerpult
Quelle: Porsche AG
Porsche-CEO Michael Leiters

Der neue Supersportwagen „Mission S“ aus dem Hause Porsche ist ein Baustein der neuen Unternehmensstrategie des Konzernchefs Michael Leiters. Er will Porsches Luxussegment ausbauen und künftig weniger, aber teurere Autos verkaufen. Der Anteil besonders teurer Luxusmodelle soll von rund einem Drittel auf fast die Hälfte steigen. Bis 2030 könnte so der Durchschnittspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos von 270.000 auf 330.000 Euro klettern.

Auf dem Kapitalmarkttag am 7. Oktober nannte Porsche-Chef Leiters weitere Details zur Strategie für die nächsten Jahre. Porsche setzt mit „Sportwagenschmiede ’35“ auf Exklusivität und Ertrag statt auf möglichst viele verkaufte Autos.

Porsche will dazu unter anderem den Anteil margenstarker Fahrzeuge der oberen Segmente ausbauen. Geplant ist eine neue Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des Porsche 911. Auch ein großes SUV oberhalb des Cayenne wird geprüft. Bis 2030 soll jedes Jahr mindestens ein neues, markenprägendes Produkt erscheinen.

Porsche will in den nächsten Jahren zudem den Break-even auf weniger als 200.000 Autos pro Jahr senken. Die Analysten goutierten die News der Porsche AG. Deutsche Bank Research hat die Einstufung für Porsche AG vor den am 27. Oktober erwarteten Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. JPMorgan sieht ein Kursziel von 50 Euro. „In einem Sektor, der mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert ist, sehen wir die Porsche AG als einen der wenigen OEMs, der sein Schicksal im Griff hat“, schrieb UBS-Analyst Patrick Hummel. Die Porsche-Story sei nicht nur besser als die der anderen Auto-Hersteller, sie spreche auch Investoren außerhalb der Auto-Branche an, so Hummel. Sein Kursziel für die Aktie lautet 60 Euro.

Porsche AG (WKN: PAG911)

Die Elemente der Wende der Porsche AG werden nach Ansicht von DER AKTIONÄR immer sichtbarer. Dazu zählen unter anderem Anpassungen im Bereich des Produktportfolios. Viele Entscheidungen der Vergangenheit, unter anderem ein zu starker Fokus auf Elektroautos, werden von Vorstand Michael Leiters korrigiert. Dazu werden auch neue Produkte mit Verbrenner- und Hybridantrieb ausgerollt. Der Optimismus ist groß, dass Leiters Porsche wieder Style, wieder Glamour, wieder einen Touch Begehrlichkeit zurückgibt. Es wird für den Porsche-CEO und sein Team aber auch ein hartes Stück Arbeit, den Luxusautobauer wieder auf Kurs zu bekommen. Fraglich ist bei der neuen Ausrichtung allerdings, ob die Porsche-Kunden höhere Preise für luxuriösere Fahrzeuge akzeptieren werden. Wer investiert ist, bleibt dabei.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG

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