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27.02.2017 Alfred Maydorn

Plus 421 Prozent – Warren Buffetts geheimes Elektroauto-Investment

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Apple

Ein Kommentar von Alfred Maydorn: 24,1 Milliarden Dollar hat Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr verdient. Und Buffett prognostiziert in den nächsten Jahren weiterhin „beträchtliche Investmentgewinne“. Und tatsächlich liegt die Investmentlegende in diesem Jahr dank des massiven Nachkaufs von Apple-Aktien im vierten Quartal 2016 allein mit dieser Position schon wieder 1,2 Milliarden Dollar vorn.

Im Vergleich dazu sind die 62 Millionen Dollar, mit der Buffett bei seinem neu eingegangenen Monsanto-Investment im Plus liegt, fast schon Peanuts. Aber hier hat er bisher auch nur eine für ihn kleine Position gekauft. Er hat im vierten Quartal rund 800 Millionen Dollar in Monsanto investiert (und nicht wie von mir vor kurzem fälschlicherweise geschrieben acht Milliarden Dollar). 

421 Prozent Gewinn

Während Buffetts Investments in Apple und Monsanto Schlagzeilen machen, ist eine andere Position des Star-Investors etwas in Vergessenheit geraten. Das liegt zum einen daran, dass der Kauf schon fast neun Jahre zurückliegt und zum anderen hat Berkshire Heathaway hier nicht direkt investiert, sondern über den Energieversorger MidAmerican Energy, eine 100-Prozent-Tochter von Berkshire.

Die meisten von Ihnen werden jetzt wissen, dass es um BYD (WKN A0M4W9) geht, den chinesischen Hersteller von Elektroautos und Batterien. Im September 2008 hat MidAmerican Energy 225 Millionen Aktien von BYD gekauft und dafür 230 Millionen Dollar gezahlt. Heute ist das Aktienpaket 1,2 Milliarden Dollar wert, also mehr als fünf Mal so viel. Mit diesem stattlichen Gewinn von exakt 421 Prozent dürfte BYD selbst für den erfolgsverwöhnten Warren Buffett eines der Top-Investments sein. 

Verkaufen? Halten? Aufstocken?

Bleibt die Frage, was Buffett mit der Position zukünftig vor hat. Im Dezember 2014 hatten Gerüchte über einen Verkauf der BYD-Aktien den Kurs binnen kürzester Zeit um über 50 Prozent einbrechen lassen. Tatsächlich gab und gibt es für einen Verkauf auch absolut keinen Grund, Buffett trennt sich in der Regel nur von Aktien, die sich entweder nicht wie erwartet entwickeln oder die keine Wachstumsperspektive mehr haben – und beides ist bei BYD definitiv nicht der Fall. 

Eine Aufstockung ist da schon wahrscheinlicher. Schon alleine deswegen, weil sich durch die zwischenzeitliche Ausgabe neuer Aktien seit dem Investment im Jahr 2008 der Anteil des Aktienpaketes am Unternehmen von ursprünglich 10 auf aktuell 7,7 Prozent verringert hat. Hinzu kommt, dass aus dem damals kaum bekannten Unternehmen heute der weltweit größte Verkäufer von Elektroautos geworden ist – 2016 hat BYD erstmals in der Firmengeschichte über 100.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge verkauft. Und Buffett mag bekanntlich Firmen, die Marktführer sind. 

Folgen Sie Herrn Buffett

Was auch immer Buffett mit BYD vor hat und auch wenn das Investment schon lange zurückliegt, es bietet sich auch hier an, dem großen Meister zu folgen und sich ein paar BYD-Aktien ins Depot zu legen – es müssen ja nicht gleich 225 Millionen Stück sein. Im E-Mobility-Depot des maydornreport ist die Aktie von BYD seit der Auflegung des Depots im Sommer 2015 mit dabei. Die Position liegt aktuell mit 31 Prozent im Plus. Das gesamte Depot hat seit Jahresbeginn um 13,3 Prozent zugelegt. 

Dieser Kommentar ist aus der der aktuellen Ausgabe des kostenlosen Newsletters „Maydorns Meinung“. Wenn Sie noch nicht zu den Lesern zählen sollten, dann können Sie Maydorns Meinung einfach über diesen Link in den Verteiler eintragen und bekommen den Newsletter von Montag bis Donnerstag jeden Morgen in Ihr E-Mail-Postfach.