24.01.2018 Michel Doepke

Pharma-Gigant Novartis: Optimistisch für 2018, Dividende wird erhöht

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Novartis
Trendthema

Der Schweizer Pharma-Konzern Novartis hat die Erwartungen für 2017 in etwa getroffen und stellt eine Erhöhung der Dividende auf 2,80 Schweizer Franken in Aussicht. Was die Augenheilsparte Alcon angeht, müssen sich Aktionäre allerdings weiter gedulden. Dafür möchte Novartis im neuen Jahr auf den Wachstumspfad zurückkehren. Anleger quittieren dies mit einem Kursplus von knapp drei Prozent.

Unterm Strich erzielte Novartis einen Jahresumsatz von 49,1 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. Dem steht ein Kerngewinn von 11,6 Milliarden Dollar gegenüber, was einem Ergebnis von 4,86 Dollar je Aktie entspricht. Besonders erfreulich: Die kriselnde Sparte Alcon konnte auf den Wachstumspfad zurückkehren. Ein Umsatzplus von vier Prozent steht zu Buche. Aufgrund dieser Entwicklung wird Novartis in diesem Jahr keine Entscheidung treffen, wie mit dem Geschäftsbereich weiter verfahren wird. 

Wachstumstreiber

Zu den wichtigsten Produkten zählte im vergangenen Jahr Cosentyx, welches im Geschäftsjahr 2,1 Milliarden Dollar in die Novartis-Kasse spülte. Davon allein 615 Millionen Dollar im vierten Quartal 2017. Und auch der Hoffnungsträger Entresto überzeugt mit Jahreserlösen von 507 Millionen Dollar. Novartis selbst hatte sich ein Ziel von 500 Millionen Dollar gesteckt. Dank dieser Produkte gelang es, den Umsatzschwund beim Kassenschlager Glivec zu kompensieren.

Optimistischer Ausblick

Das Segment Innovative Medicines soll im mittleren einstelligen Prozentbereich im Jahr 2018 zulegen. Alcon soll ebenfalls weiter zulegen. Bei der Generika-Sparte Sandoz hingegen werden Nettoumsätze auf Vorjahresniveau beziehungsweise ein Rückgang der Umsätze erwartet, an der Börse kommt das Gesamtpaket gut an.

Börse honoriert Zahlenwerk und Ausblick

Im frühen Handel zählt die Novartis-Aktie zu den größten Gewinnern an der Schweizer Börse mit einem Plus von rund drei Prozent. Damit gelingt der Aktie das langersehnte Kaufsignal mit dem Sprung auf ein neues 52-Wochen-Hoch in Landeswährung. Konservative Anleger können das Chartsignal zum Einstieg beziehungsweise Ausbau der Position nutzen.