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Paukenschlag bei der Commerzbank: UniCredit legt jetzt Übernahmeangebot vor

Paukenschlag bei der Commerzbank: UniCredit legt jetzt Übernahmeangebot vor
Foto: Julia Schwager/Commerzbank; Yuri/iStockPhoto
Commerzbank AG -%
Fabian Strebin Heute, 08:03 Fabian Strebin

Die UniCredit will den im Zuge des Iran-Krieges gesunkenen Aktienkurs der Commerzbank offenbar nutzen und wagt sich mit einem Übernahmeangebot aus der Deckung. Für eine Aktie der Commerzbank bieten die Mailänder 0,485 Stammaktien. In einer ersten Reaktion schießt die Commerzbank vorbörslich rund sechs Prozent in die Höhe.

Die UniCredit nutzt den seit Jahresanfang gesunkenen Kurs der Commerzbank und legt ein öffentliches Übernahmeangebot vor. Damit wollen die Mailänder ihren Anteil von knapp unter 30 Prozent über diese Schwelle ausbauen. Die Bundesregierung und die Commerzbank selbst lehnten eine Übernahme bisher ab.

Es kommt überraschend, dass das UniCredit-Management in der aktuellen Gemengelage ein Übernahmeangebot vorlegt. Andererseits sind die Italiener seit September 2024 bereits mit dem Ziel der vollständigen Übernahme an Bord.

Die Offerte hat ein Volumen von mehr als 35 Milliarden Euro und impliziert bei 0,485 Stammaktien der UniCredit für eine Commerzbank-Aktie einen Preis von 30,80 Euro. Das würde einen Aufschlag von vier Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag bei 29,95 Euro bedeuten.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin muss in den kommenden Tagen die endgültige Entscheidung über den Angebotspreis treffen. Zugleich erklärte UniCredit, es werde erwartet, dass die Bank einen Anteil von über 30 Prozent an der Commerzbank erreicht, ohne die Kontrolle zu erlangen. Laut der UniCredit soll das Angebot Anfang Mai formell gestartet werden, mit einer Angebotsfrist von vier Wochen.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Dass die UniCredit jetzt mit einem öffentlichen Übernahmeangebot um die Ecke kommt, das keine Prämie im Vergleich zum letzten Schlusskurs beinhaltet, kommt überraschend. Vorbörslich ist die Aktie nun bereits über den von der UniCredit gebotenen Kurs von 30,80 Euro gestiegen. Investierte Anleger bleiben bei der laufenden Empfehlung an Bord und beachten den Stoppkurs von 29,00 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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