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Ölpreisanstieg belastet DAX & Co, Lufthansa und Salzgitter knicken ein

Ölpreisanstieg belastet DAX & Co, Lufthansa und Salzgitter knicken ein
Foto: ChatGPT
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Thorsten Küfner 09.03.2026, 18:24 Thorsten Küfner

Der DAX hat am Montag erneut stark auf die Schwankungen am Ölmarkt reagiert. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten sorgt weiterhin für große Verunsicherung unter den Anlegern. Auslöser der Turbulenzen war ein kräftiger Anstieg der Ölpreise. Zeitweise verteuerte sich ein Barrel der Nordseesorte Brent bis auf fast 120 Dollar.

In der Folge rutschte der DAX am Morgen vorübergehend unter die Marke von 23.000 Punkten und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit rund zehn Monaten. Im weiteren Tagesverlauf entspannte sich die Lage jedoch etwas, nachdem die Ölpreise wieder deutlich nachgaben.

Zum Handelsschluss stand beim DAX schließlich ein Minus von 0,77 Prozent auf 23.409,37 Punkte. Der MDAX verlor deutlich stärker und sank um 2,06 Prozent auf 28.875,10 Zähler. Auch an anderen europäischen Börsen verringerten sich die Verluste im Verlauf des Tages spürbar.

Der Rückgang der Ölpreise hing auch mit politischen Signalen zusammen. Die G7-Staaten trafen zwar noch keine Entscheidung über eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven. Frankreichs Finanzminister Roland Lescure erklärte jedoch, man habe sich darauf verständigt, im Bedarfsfall alle verfügbaren Instrumente einzusetzen, um den Markt zu stabilisieren – einschließlich einer möglichen Freigabe von Reserven. Der Preis für Brent-Öl fiel daraufhin wieder unter die Marke von 100 Dollar. 

DAX (WKN: 846900)

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor zum Handelsschluss 0,61 Prozent auf 5.685,20 Punkte. Auch die Börsen in London und Zürich beendeten den Tag mit moderaten Abschlägen. In den USA entwickelte sich das Bild gemischt: Der technologieorientierte Nasdaq 100 drehte im Verlauf sogar ins Plus, während der Dow Jones Industrial sein Minus auf rund 0,7 Prozent begrenzen konnte. Besonders stark reagierten erneut energieintensive Branchen sowie der Tourismussektor. Dagegen waren Aktien großer europäischer Ölkonzerne gefragt, darunter TotalEnergies, Eni und BP.

Auch Reise- und Luftfahrtwerte litten unter den steigenden Energiekosten. Die Lufthansa-Aktie fiel um 6,4 Prozent. Zudem kündigte die Fluggesellschaft an, ihre Flugstopps in den Nahen Osten wegen des Iran-Konflikts zu verlängern. Im Stahlsektor gerieten die Kurse ebenfalls deutlich unter Druck. Die Aktien von Thyssenkrupp verloren 3,9 Prozent, während Salzgitter sogar 6,3 Prozent einbüßten.

Gemischt fiel hingegen der Börsenstart des U-Boot-Zulieferers Gabler aus. Die Aktie begann den Handel zwar mit 47,20 Euro über dem Ausgabepreis von 44 Euro, schloss den Tag jedoch bei 43,80 Euro unterhalb dieses Niveaus.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

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