Die Ölpreise verharren weiter auf ihren hohen Niveaus. Denn die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt. Nun wurden die Vereinigten Arabischen Emirate offenbar erneut von iranischer Seite beschossen. Die Straße von Hormus bleibt dicht, ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet daher weiterhin rund 91 Dollar.
Commerzbank-Analyst Norman Liebke betonte: "Dahinter steht die wachsende Sorge, dass eine baldige Normalisierung der Öllieferungen aus der Golfregion unrealistisch ist." Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sei am Wochenende nahezu zum Stillstand gekommen. Liebke verwies dabei auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Oman möglicherweise anzugreifen, sowie auf das Auslaufen des 60-tägigen Waffenstillstands. "Die Lage im Mittleren Osten droht damit weiter zu eskalieren. Laut Trump finden derzeit keine Gespräche mit dem Iran statt und es seien auch keine geplant."
Eine vollständige Freigabe der Meerenge zeichnet sich damit weiterhin nicht ab. Der Iran knüpft eine Öffnung der Straße von Hormus an die Umsetzung des Rahmenabkommens, das Mitte Juni mit den USA geschlossen worden war. Vor einer Parlamentssitzung erklärte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, die für den globalen Energiehandel bedeutende Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, wenn Washington seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen nachkomme.
Chris Weston, Forschungschef beim Broker Pepperstone Group, rechnet angesichts der aktuellen Umstände mit weiterem Aufwärtspotenzial bei den Ölpreisen.
Dies spielt natürlich den Produzenten des Rohstoffs voll in die Karten. In besonders starker Verfassung präsentiert sich derzeit die Aktie von Repsol, die nun auf ein neues Allzeithoch geklettert ist.
Repsol ist hervorragend aufgestellt und mit einem KGV von 8 immer noch sehr günstig bewertet. Darüber hinaus lockt derzeit ein attraktives Chartbild und eine Dividendenrendite von mehr als vier Prozent. Die Aktie bleibt ein klarer Kauf, der Stoppkurs kann vorerst noch bei 18,50 Euro belassen werden.
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