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Nordex: Weniger ist mehr

Nordex: Weniger ist mehr
Foto: Nordex SE
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Jan-Paul Fóri Heute, 07:45 Jan-Paul Fóri

Der Windanlagenbauer Nordex hat am Dienstagmorgen seine Zahlen zum Auftragseingang für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Während das Neugeschäft beim Volumen im Vergleich zum Vorjahr leicht Federn lassen musste, gibt es bei der Preisgestaltung positive Signale. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf die Details.

Wie der Hamburger Konzern mitteilte, belief sich das Neugeschäft im Segment Projekte (ohne Service) im ersten Quartal 2026 auf 1.869 MW. Damit blieb Nordex leicht unter dem Vorjahresniveau von 2.182 MW zurück, dies war im Vorfeld jedoch erwartet worden. „Wir sind robust ins Jahr gestartet mit einem Auftragseingang von rund 1,9 Gigawatt, im Rahmen unserer Erwartungen. Wir sehen weiterhin eine gesunde Auftrags-Pipeline in Europa und Nordamerika und bleiben zuversichtlich hinsichtlich der erwarteten Auftragsdynamik für das Gesamtjahr“, beurteilte Konzernchef José Luis Blanco die Entwicklung.

Höhere Preise stützen Margen-Hoffnung

Trotz des Mengenrückgangs enthält die Meldung einen Lichtblick, der vor allem für die Profitabilität entscheidend ist: Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) stieg an. Erhielt Nordex im Vorjahreszeitraum noch 0,87 Millionen Euro pro Megawatt Leistung, kletterte dieser Wert nun auf 0,91 Millionen Euro/MW. Dieser Anstieg sei primär auf den Projektumfang und Effekte im regionalen Mix zurückzuführen. Für die Aktionäre ist das eine wichtige Nachricht: Nordex gelingt es offenbar weiterhin, stabile Preise am Markt durchzusetzen.

Insgesamt orderten die Kunden in den ersten drei Monaten des Jahres 292 Windkraftanlagen für Projekte in 13 Ländern. Als die stärksten Einzelmärkte erwiesen sich dabei Deutschland, die Türkei und Schweden.

Nordex (WKN: A0D655)

Die Nordex-Aktie reagierte am Morgen zunächst verhalten auf die Zahlen zum Auftragseingang: Bei Lang & Schwarz ging es vorbörslich um rund ein halbes Prozent abwärts. Nachdem die Aktie seit Jahresbeginn um die Hälfte zugelegt hat, ist dies jedoch zu verschmerzen. Grundsätzlich sind die Aussichten aber unverändert gut. Volle Auftragsbücher und steigende Margen sprechen für den Turbinenbauer. Anleger lassen die Gewinne laufen: Seit der Empfehlung in Ausgabe 42/25 hat die Aktie 97 Prozent gewonnen.

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