24.09.2019 Michel Doepke

Nordex: Hier weht frischer Wind – doch das Kernproblem bleibt

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Nordex kann einen weiteren Auftrag aus der Türkei verbuchen: Wie der Windkraftanlagen-Hersteller mitteilt, werden 23 Turbinen für den Windpark "Söke" geliefert und errichtet. Dabei handelt es sich um ein Projekt mit einer Nennleistung von 110 Megawatt. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen. 

Der Windpark entsteht laut Nordex in der Nähe der Stadt Aydin, die im Westen der Türkei liegt. Kunde und künftiger Betreiber ist Ulusoy Enerji, der das deutsche Unternehmen auch für einen Premium-Service-Vertrag über 10 Jahre für die Turbinen auserkoren hat.

"Es freut mich, dass wir unseren neuen Kunden von den Ertragsvorteilen der N149/4.0-4.5 überzeugen konnten. Es ist das erste Windprojekt von Ulusoy Enerji und für die Nordex Group ein erneutes Referenzprojekt mit Anlagen der Delta4000-Serie, dieses Mal in der Türkei."

Patxi Landa, Vertriebsvorstand von Nordex

Prall gefüllte Auftragsbücher

Nordex profitiert vom internationalen Windkraft-Boom. Dies lässt sich eindrucksvoll am Auftragsbestand für das erste Halbjahr 2019 ablesen.

Nordex

Nordex muss in den kommenden Quartalen zeigen, die zahlreichen Aufträge auch in profitable Umsätze umzumünzen. Im ersten Halbjahr 2019 sackte die EBITDA-Marge von 4,0 Prozent auf 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab.

Nordex (WKN: A0D655)

Schafft es Nordex die Margen nachhaltig zu steigern und stetig steigende Gewinne einzufahren, könnte auch der charttechnische Turnaround gelingen. Anleger sollten im Sektor aktuell den dänischen Weltmarktführer Vestas bevorzugen.