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Foto: Nintendo
05.08.2021 Emil Jusifov

Nintendo enttäuscht mit schwachen Zahlen

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Nintendos Spielekonsole Switch ist nach dem Spiele-Boom im Corona-Jahr 2020 nicht mehr so gefragt. Im vergangenen Quartal wurden 4,45 Millionen Switch-Konsolen verkauft - fast 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Nintendo am Donnerstag mitteilte. Die Aktie reagiert auf diese Nachricht mit leichten Verlusten.

Als Folge ging auch der Umsatz in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal zurück, und zwar um knapp zehn Prozent auf 322,6 Milliarden Yen (knapp 2,5 Mrd Euro). Der Gewinn sank um 13 Prozent auf 92,75 Milliarden Yen (rund 715 Mio Euro).

Mit den Corona-Einschränkungen hatten Videospiele massiv an Popularität gewonnen, jetzt müssen sie verstärkt wieder mit anderen Beschäftigungsmöglichkeiten um die Gunst der Nutzer konkurrieren. Wie stark dieser Effekt die einzelnen Anbieter trifft, ist noch offen.

Die Switch ist zudem bereits seit März 2017 auf dem Markt. Die Rivalen Sony und Microsoft haben seit vergangenem Jahr neuere Modelle ihrer Playstation und Xbox im Angebot - die jedoch wegen der Halbleiter-Engpässe immer noch schwer zu bekommen sind. Nintendo steuert mit einer bereits angekündigten aktualisierten Switch mit besserem Display gegen. Der Konzern profitiert zudem davon, dass es vollwertige Spiele mit populären Figuren wie Super Mario nur auf den hauseigenen Konsolen gibt.

Nintendo (WKN: 905551)

Die Zahlen von Nintendo sind mäßig ausgefallen. Schrumpfendes Wachstum bei den Switch-Konsolen in einer boomenden Branche sind keine Nachrichten, die die Anleger vom Hocker reißen. Dass es auch anders geht, hat beispielsweise Microsoft gezeigt, dessen Hardwareverkäufe mit Xbox-Konsolen um elf Prozent im letzten Quartal zugelegt haben. Investierte beachten den Stopp bei 50,00 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)