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Nicht Allianz, nicht AXA: Dieser Versicherer hat die höchste Dividende

Nicht Allianz, nicht AXA: Dieser Versicherer hat die höchste Dividende
Foto: BÖRSE ONLINE/ChatGPT (KI-generiert)
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Michael Herrmann Heute, 08:00 Michael Herrmann

Versicherungsaktien gelten unter Anlegern seit jeher als verlässliche Dividendenzahler. Wer im europäischen Versicherungssektor nach den höchsten Ausschüttungsrenditen sucht, landet allerdings nicht bei den bekannten Schwergewichten Allianz, AXA, Generali, Hannover Rück oder Munich Re, sondern bei anderen Aktien.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Im Schnitt bieten europäische Versicherer 4,9 Prozent Dividende

• Spitzenreiter ist Legal & General mit 8,2 Prozent

• Die höchste Dividendenrendite allein ist aber kein Kaufgrund. 

Auf der Suche nach attraktiven Dividendenaktien landen Anleger häufig bei Versicherern. Zu Recht, denn ein stabiles Geschäftsmodell trifft hier oft auf moderate Bewertungen und hohe Dividendenrenditen. Das zeigt ein Blick auf den europäischen Branchenindex Stoxx 600 Insurance.

Im Schnitt bieten die Indexmitglieder eine Dividendenrendite von 4,9 Prozent – und das, obwohl zwei Indexmitglieder gar keine Dividende ausweisen.

An der Spitze der dividendenstärksten europäischen Versicherer steht der britische Konzern Legal & General. Die Aktie kommt aktuell auf eine Dividendenrendite von 8,2 Prozent – das ist der höchste Wert im gesamten Vergleichsfeld.

Dabei ist das Papier mit einem KGV von 12 keineswegs ambitioniert bewertet. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 17 Milliarden Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen der polnische Versicherer PZU mit 8,1 Prozent sowie die britische Standard Life mit 7,5 Prozent.

Damit dominieren bei den Top-Renditen klar Anbieter, die hierzulande deutlich weniger im Fokus stehen als die großen DAX- und Eurozonen-Werte. Die bekannten Namen finden sich erst weiter unten in der Tabelle. Verstecken müssen sie sich in Sachen Dividende aber auch nicht.

AXA bietet aktuell etwa eine Dividendenrendite von 6,3 Prozent. Die Allianz kommt auf 5,0 Prozent. Auch Generali bietet mit 4,5 Prozent eine ordentliche Dividendenrendite. Die Rückversicherer Hannover Rück und Munich Re kommen aufgrund der Kursschwäche der vergangenen Monate mittlerweile auf Dividendenrenditen von 5,8 und 5,7 Prozent. Da sieht jedes Tagesgeld alt dagegen aus.

Legal & General Group (WKN: 851584)

Die höchste Dividende allein ist kein Kaufgrund. Legal & General ist daher kein Kauf. Auch zahlreiche andere Versicherer bieten allerdings attraktive Dividenden – wie zum Beispiel die Branchengrößen Allianz oder Generali. Beide Aktien überzeugen aktuell auch charttechnisch und sind daher ein Kauf. AXA ist zumindest eine Halteposition.

FAQs

Warum können Versicherer oft attraktive Dividenden zahlen?

Versicherer verfügen über stabile, planbare Einnahmen aus laufenden Prämien und erwirtschaften zusätzlich Erträge aus ihren großen Kapitalanlagen. Da ihr Geschäft vergleichsweise konjunkturunabhängig ist und sie selbst meist keine kapitalintensiven Investitionen wie Industrieunternehmen stemmen müssen, können sie einen großen Teil ihrer Gewinne als Dividende an die Aktionäre ausschütten.

Welche Branchen stehen bei Dividendenjägern noch hoch im Kurs?

Neben Versicherern gelten klassische Dividendenbranchen wie Banken, Telekommunikation, Energieversorger, Immobilien sowie defensive Konsumgüter- und Pharmawerte als beliebt. Auch Tabak- und Rohstoffkonzerne sind bei einkommensorientierten Anlegern oft gefragt, weil sie hohe und vergleichsweise verlässliche Ausschüttungen bieten.

Worauf sollten Anleger bei Dividendenaktien generell achten?

Eine hohe Dividendenrendite allein ist kein Qualitätsmerkmal – sie kann auch Folge eines stark gefallenen Kurses sein. Wichtiger sind die Nachhaltigkeit der Ausschüttung, eine vertretbare Ausschüttungsquote, ein stabiles Geschäftsmodell sowie idealerweise eine kontinuierlich steigende Dividende. Entscheidend bleibt am Ende die Gesamtperspektive aus Bewertung, Wachstum und Sicherheit der Dividende.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.

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