Das sind die Gewinneraktien von morgen!
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10.09.2021 Fabian Strebin

Neue Amazon? So will Sberbank zu Big-Tech werden

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Sberbank

Sberbank ist die größte Bank Russlands und mehrheitlich in Staatsbesitz. Doch seit Jahren diversifiziert sich das Institut und hat ein digitales Ökosystem rund um Finanzdienstleistungen aufgebaut. Dabei hat das Geldhaus mehrere Wettbewerbsvorteile. Die Chancen stehen daher gut, dass Sberbank sich erfolgreich zum Technologiekonzern wandelt.

In Europa verlieren klassische Banken immer mehr Boden an Fintechs, die einzelne Dienstleistungen günstiger und mobil anbieten. In Russland attackiert der Marktführer Sberbank nun deren Geschäftsmodelle direkt und ist seit Längerem in vielen eigentlich branchenfremden Segmenten aktiv. Essenslieferung, Taxi-Service, oder Buchungen im Dienstleistungssektor: Über verschiedene Dienste und Apps hat Sberbank den Einstieg erfolgreich geschafft.

Markt ist zersplittert - Chance für Sberbank

Die hohe Profitabilität des Kerngeschäftes erlaubt es der Bank, stark in andere Geschäftsfelder zu investieren. Ähnlich wie beispielsweise bei Amazon dürfte es jedoch dauern, bis sich das auszahlt. Aber das Management hat frühzeitig erkannt, dass traditionelle Bankmodelle nicht ewig Bestand haben werden. Dabei ist es ein Vorteil, dass der russische E-Commerce-Markt stark fragmentiert ist. Die drei größten Player vereinen nur etwas mehr als 35 Prozent auf sich. In China und Indien sind es dagegen fast 80 Prozent, in den USA annährend 40 Prozent.

Spottbillig

Die Sberbank ist mit einer Eigenkapitalrendite von mehr als 20 Prozent hochprofitabel und hat sich ehrgeizige Zukunftspläne gesetzt. Die Chancen sind allerdings groß, sofern die Pläne ansatzweise aufgehen. Mit einem erwarteten 2022er-KGV von 6 ist die Aktie sehr günstig, auch im Vergleich zur Emerging-Marktes-Peergroup (9).

Sberbank (WKN: A1JB8N)

Die Sberbank bietet eine spannende Optionalität, was den Bereich Digitalisierung und Ökosysteme angeht. Wen höhere Volatilität und das Länderrisiko nicht abschrecken, der sollte zugreifen. Der Stopp verbleibt bei 10,65 Euro.