22.05.2018 Nikolas Kessler

Netflix: Mega-Deal mit den Obamas – Aktie auf Allzeithoch

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Netflix
Trendthema

Gerüchte gab es schon länger, nun ist es offiziell: Netflix konnte Barack und Michelle Obama für eine Kooperation gewinnen – der frühere US-Präsident und seine Frau werden künftig Filme und Serien für den Streaming-Riesen produzieren.  

Mit ihrer eigens gegründeten Produktionsfirma namens Higher Ground werden die Obamas sowohl Serien und Filme, als auch Dokumentationen produzieren können, heißt es in einer Mitteilung von Netflix. In einigen Shows wird das frühere Präsidenten-Ehepaar auch selbst vor der Kamera zu sehen sein, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

President Barack Obama and Michelle Obama have entered into a multi-year agreement to produce films and series for Netflix, potentially including scripted series, unscripted series, docu-series, documentaries, and features.

Details zu den geplanten Themen gab es zunächst nicht – dass der Netflix-Kanal für eine Auseinandersetzung mit der Tagespolitik in den USA oder einen offenen Schlagabtausch mit Amtsnachfolger Donald Trump genutzt wird, gilt aber als unwahrscheinlich. Stattdessen könnten Politikbereiche thematisiert werden, die Obama bereits als Präsident am Herzen lagen – wie Gesundheitspolitik, Einwanderung oder Wahlrecht.

Barack Obama erklärte in einer Stellungnahme, er hoffe sehr darauf, mit Michelle die vielen talentierten, kreativen und inspirierenden Stimmen fördern zu können, die ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen unterstützten. „Wir wollen ihnen helfen, ihre Geschichten mit der ganzen Welt zu teilen.“

Erster Deal mit einem Ex-Präsidenten

Finanzielle Details des mehrjährigen Exklusivvertrags wurden nicht bekannt.  Erste Veröffentlichungen von und mit den Obamas werden im Mai 2019 erwartet. Einen ersten Vorgeschmack gab es bereits im Januar, als Barack Obama der erste Gast beim Comeback von US-Talkmaster David Letterman bei Netflix zu sehen war.

Für Netflix ist die Kooperation in zweierlei Hinsicht beachtlich: Zum einen ist es der erste derart umfangreiche TV- oder Streaming-Deal mit einem früheren US-Präsidenten. Zum anderen kann der Streaming-Platzhirsch einen weiteren, äußerst prominenten Namen in seinen Reihen begrüßen – und hat somit ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber der wachsensen Konkurrenz.

Gewinne laufen lassen

Im gestrigen US-Handel hat die Netflix-Aktie daraufhin über zwei Prozent zugelegt und steht damit kurz vor einem neuen Allzeithoch. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus nun bereits auf rund 73 Prozent. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen!

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