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07.12.2020 Michel Doepke

Nel: Partner Yara will mit Wasserstoff hoch hinaus

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Nel

Am Montag hält der Düngemittel-Riese Yara ein ESG-Investor-Seminar ab. Eine tragende Säule der Präsentation ist natürlich das große Thema "grüner" Wasserstoff. In diesem Bereich arbeitet Yara bereits mit dem Elektrolyse-Spezialisten Nel zusammen – und es könnte bald zu einer Intensivierung der Partnerschaft kommen.

Denn wie Yara zu Wochenbeginn mitteilt, plant die Gesellschaft eine "grüne" Ammoniakproduktion von 500.000 Tonnen pro Jahr in Norwegen. "Ammoniak ist der vielversprechendste Wasserstoffträger und kohlenstofffreier Schiffskraftstoff und Yara ist der globale Ammoniak-Champion, führend in Produktion, Logistik und im Handel. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ein groß angelegtes grünes Ammoniakprojekt in Norwegen möglich ist, wo wir unsere Ammoniakanlage in Porsgrunn vollständig elektrifizieren können", so Yara-CEO Svein Tore Holsether.

Yara

Am Standort Porsgrunn kooperiert Yara bereits mit dem Elektrolyse-Spezialisten Nel. Gut möglich, dass der Wasserstoff-Spezialist auch bei der Realisierung des größeren Vorhabens mit von der Partie ist. "Um seine Vision einer emissionsfreien Ammoniakproduktion in Norwegen Wirklichkeit werden zu lassen, sucht Yara Partner und staatliche Unterstützung", ist der Pressemitteilung von Yara zu entnehmen.

Yara
Nel-Chef Jon André Løkke bei der Unterzeichnung der damaligen Vereinbarung mit Yara.

Im August 2019 hat Nel bereits eine Kooperationsvereinbarung mit Yara geschlossen. "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Yara dieses spannende Projekt zur Entwicklung effizienter, grüner Ammoniak- und Düngemittelproduktionslösungen zu initiieren", zeigte sich Nel-Firmenlenker Jon André Løkke bei der Vertragsunterzeichnung zufrieden.

Nel (WKN: A0B733)

Yara treibt die Dekarbonisierung voran und will die Produktion von "grünem" Ammoniak forcieren. Für den Partner Nel ist diese Entwicklung klar positiv zu werten. Als Hersteller von Elektrolyse-Anlagen mit jahrzehntelanger Erfahrung kommt die Gesellschaft als Lieferant der Schlüsselkomponente ins Spiel. Die Nachfrage nach den Technologien dürfte in den kommenden Jahren spürbar an Dynamik gewinnen. Investierte Anleger bleiben bei der spekulativen Aktie dabei und ziehen den Stopp auf 1,40 Euro nach.

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