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27.02.2020 Marion Schlegel

Munich Re vor den Zahlen: Kann dies die Korrektur beenden?

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Munich Re

Der Rückversicherer Munich Re will, wie am Mittwoch bekannt wurde, Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückkaufen. Auf Basis des derzeitigen Kursniveaus entspräche das etwa 3,9 Millionen Aktien, beziehungsweise 2,7 Prozent des Grundkapitals, teilte der DAX-Konzern mit. Das Rückkaufprogramm soll nach der Hauptversammlung am 29. April starten und bis spätestens zur Hauptversammlung im nächsten Jahr laufen. An der Börse erhielt die Aktie des Unternehmens nach Bekanntgabe des Rückkaufs kurzzeitig Schwung, musste dann jedoch im Zuge der Gesamtmarkt-Korrektur erneut weiter Federn lassen.

Bei Munich Re wird es bereits am morgigen Freitag wieder interessant. Dann veröffentlicht das Unternehmen die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Das Management hat sich gleich für zwei Jahre Gewinnziele gesetzt. So soll der Überschuss des Konzerns von 2,3 Milliarden Euro bis 2020 auf 2,8 Milliarden Euro steigen. Für 2019 zeigte sich das Management im Herbst optimistisch, dass es die ursprünglich auf 2,5 Milliarden Euro gesetzte Zielmarke übertreffen wird. Dazu sollen die Beitragseinnahmen wie im Vorjahr mehr als 49 Milliarden Euro erreichen.

Munich Re (WKN: 843002)

Branchenexperten trauen der Munich Re trotz der hohen Schäden im vergangenen Sommer für 2019 einen dicken Gewinnsprung zu. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Dienstag befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem Überschuss von 2,8 Milliarden Euro. Damit hätte Wenning sein eigentlich erst für 2020 angepeiltes Gewinnziel bereits ein Jahr früher erreicht. Für 2020 erwarten die Experten allerdings dann keinen großen Satz nach oben mehr. Im Schnitt gehen sie für das laufende Jahr von 2,84 Milliarden Euro Nettogewinn aus. Die Aktionäre können sich für 2019 voraussichtlich auf eine weiter steigende Dividende freuen. Im Schnitt rechnen Analysten mit einer Anhebung von 9,25 auf 9,71 Euro.

Die Aktie der Munich Re ist zuletzt deutlich unter Druck geraten. Im Bereich von 240 Euro trifft das Papier aber auf eine wichtige Unterstützung: die 200-Tage-Linie. DER AKTIONÄR wird am Freitag berichten, sobald es Neuigkeiten zu den Zahlen gibt.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Munich Re.