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Munich Re und Allianz am DAX-Ende – das sind die Gründe

Munich Re und Allianz am DAX-Ende – das sind die Gründe
Foto: IMAGO
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Thomas Bergmann 03.11.2023, 14:25 Thomas Bergmann

Ungewohntes Bild für die erfolgsverwöhnten Aktionäre der großen deutschen Versicherer. Am frühen Freitagnachmittag zieren Talanx, Hannover Rück, Munich Re und Allianz in dieser Reihenfolge die hinteren Plätze im HDAX-Ranking. Noch am Vortag hatte beispielsweise der Rückversicherer Munich Re ein neues Allzeithoch markiert.

Die Kursverluste sind in erster Linie auf die Entwicklung an den Zinsmärkten zurückzuführen. Versicherer gehören wie Banken zu den Nutznießern höherer Zinsen. Nachdem sich abzeichnet, dass die Leitzinsen in den USA und in Europa ihr Hoch erreicht haben und Mitte kommenden Jahres fallen dürften, fehlt dieses Kaufargument aktuell.

Hinzu kommen die Zahlen der Wettbewerber Swiss Re und Axa. Die Schweizer notieren am Freitag trotz vordergründig starker Quartalszahlen ebenfalls im Minus. Analysten zeigten sich einerseits vom starken Reingewinn und der hohen Solvabilitätsquote positiv überrascht, doch die erhöhte Vorsorge in der Sach- und Haftpflichtrückversicherung andererseits schlägt manchem Investor auf den Magen. Die Analysten von JPMorgan verweisen zudem auf die im Sektorvergleich erhöhte Bewertung der Swiss Re.

Die Aktie des französischen Versicherers Axa schwächelt nach Zahlen für das dritte Quartal genauso wie die Konkurrenten. Analysten begründen dies mit der nicht zufriedenstellenden Entwicklung der Versicherungsprämien in einigen Bereichen. Zudem brauche die Trendwende im britischen Gesundheitsgeschäft wohl noch länger.

Allianz (WKN: 840400)

Zu guter Letzt dürften einige Anleger aus ihrer defensiven Haltung herausgehen und auf risikoreichere Papiere wie Hightech-Werte oder Immobilien-Aktien umsteigen. Die haben im Vergleich zu den Schwergewichten im Versicherungssektor noch Nachholpotenzial.

Auf kurze Sicht droht der Versicherungs-Aktien eine gewisse Underperformance in Relation zu den großen Tech-Titeln. Auf lange Sicht aber sind eine Munich Re oder eine Allianz ein Basisinvestment.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re, Allianz.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Munich Re befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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