2026 ist bisher nicht das Jahr der Rückversicherungsaktien. Bei Weltmarktführer Munich Re wurde die jüngste Erholung am Freitag wieder ausgebremst. Der Blick richtet sich nun zunehmend auf die bald anstehenden Zahlen des Rückversicherungsriesen. Im Vorfeld gibt es nun einen weiteren Mutmacher.
Am Donnerstag nächster Woche (26. Februar) wird Munich Re ihre Zahlen vorlegen. Nach positiven Signalen von SCOR und Hannover Rück kommt im Vorfeld der Jahreszahlen nun Rückenwind von JP Morgan. Die Analysten relativieren die Schlagzeilen zu massiven Preisrückgängen – und liefern damit ein leicht positives Omen für den Weltmarktführer.
Die Diskussion um den Rückversicherungszyklus hatte den Sektor zuletzt belastet. Makler wie Guy Carpenter berichteten bei den Januar-Erneuerungen von Preisrückgängen von rund 12 Prozent im globalen Sachkatastrophengeschäft, in Europa sogar von 15 Prozent. Laut JP Morgan wirken diese Zahlen dramatischer, als sie für die Rückversicherer tatsächlich sind.
Denn: Europäische Anbieter melden Preisänderungen auf breiter, stärker diversifizierter Basis. Entsprechend moderat fielen die Anpassungen aus. SCOR kam auf minus 1,9 Prozent, Hannover Rück auf minus 3,2 Prozent. Gleichzeitig blieben die Anknüpfungspunkte weitgehend stabil. Die Profitabilität dürfte damit robuster sein, als es die reinen Preisrückgänge vermuten lassen.
Zwar liegt das Preisniveau nicht mehr deutlich über den Vorjahren – der Abstand zu 2022 ist laut Analysten von rund 30 Prozent auf etwa sieben Prozent geschrumpft. Doch von einem Einbruch kann keine Rede sein. Zudem zeigen die Umsatzzahlen: SCOR steigerte die Erlöse um knapp 15 Prozent, Hannover Rück erhöhte die Prämien um 3,3 Prozent und hält an ihrer Jahresprognose fest.
Die Aktie von Munich Re wurde am Freitag zwar erneut ausgebremst. Dadurch wurde auch der GD 50 wieder leicht nach unten gekreuzt. Die jüngsten Branchendaten und die JP-Morgan-Analyse sprechen jedoch dafür, dass die Zahlen am kommenden Donnerstag positiv überraschen könnten. Investierte Anleger halten an der Aktie fest.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.
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