Der Speicherchiphersteller Micron hat zuletzt deutlich an Börsenwert eingebüßt. Binnen fünf Handelstagen sank die Marktkapitalisierung zeitweise auf unter eine Billion Dollar. Dadurch hat Eli Lilly (1,18 Billionen Dollar) Micron bereits überholt. Auch Walmart (WMT) rückt mit 935 Milliarden Dollar näher und könnte Micron bald ebenfalls hinter sich lassen.
Der Ausverkauf wird vor allem durch die wachsende Konkurrenz aus China angetrieben. Der Speicherhersteller ChangXin Memory Technologies meldete Fortschritte bei einer neuen DRAM-Zellarchitektur namens 4F², die die Speicherdichte bei Server-Modulen mit DDR5-Standard erhöht. Anleger fürchten derzeit, dass staatlich gestützte Billigproduktion die Margen von Micron belasten könnte.
Hinzu kommt die Sorge, dass das Tempo der Investitionen in die KI-Infrastruktur nachlassen könnte. Zugleich nehmen Investoren bei den hoch bewerteten Speicherwerten Gewinne mit. Für zusätzliche Unruhe sorgt eine Gewerkschaft an den Standorten von Micron im taiwanischen Taoyuan, die einen möglichen Streik wegen Gewinnbeteiligungen genehmigt hat. Das bringt Unsicherheit in der Lieferkette.
Auch das makroökonomische Umfeld belastet: Die US-Inflation fiel stärker aus als erwartet, die Renditen von US-Staatsanleihen mit zwei, zehn und 30 Jahren Laufzeit stiegen, und die Spannungen im Nahen Osten nahmen zeitweise wieder zu.
Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die Bilanz beeindruckend: Die Micron-Aktie liegt seit Jahresbeginn um mehr als 200 Prozent zu.
Die Aktie von Micron rutschte im Zuge der jüngsten Korrektur unter den Stoppkurs des AKTIONÄR bei 790,00 Euro und wurde verkauft. Die Aktie bleibt aber hochinteressant. Anleger sollten die Aktie in jedem Fall auf die Watchlist setzen. Die Aktie von Eli Lilly hat einen starken Lauf hinter sich. Am Donnerstag konnte das Papier erneut kräftig zulegen. Allerdings ist die Aktie mittlerweile alles andere als günstig.
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