15.06.2015 Nikolas Kessler

Metro-Tochter Kaufhof: Die Entscheidung ist gefallen

-%
Ceconomy
Trendthema

Entscheidung im Bieterwettstreit um Kaufhof: Die Metro-Tochter geht an das kanadische Traditionsunternehmen Hudson’s Bay. Der Karstadt-Eigner Rene Benko zieht den Kürzeren. Der Verkaufserlös soll in Investitionen und den Schuldenabbau fließen.

Für rund 2,8 Milliarden Euro verkauft Metro seine Warenhaustochter Kaufhof mitsamt der dazugehörigen Immobilen an Hudson’s Bay. Damit erhalten die Kanadier den Vorzug vor dem Karstadt-Eigentümer Signa, der Medienberichten zufolge ein Angebot in ähnlicher Höhe abgegeben hatte. Bis Ende September 2015 soll die Transaktion abgeschlossen sein, sagte ein Metro-Sprecher am Montagmorgen.

Lange Tradition

Kaufhof geht damit in erfahrene Hände – Hudson’s Bay, gegründet 1670, ist nach eigenen Angaben das älteste Unternehmen Nordamerikas und betreibt in Kanada und den USA mehr als 300 Warenhäuser und Fachgeschäfte. Mit der Kaufhof-Übernahme setzt der Konzern den ersten Schritt auf den europäischen Markt. Unternehmenschef Richard Baker hat am Montag bereits angekündigt, die Warenhauskette mit Investitionen stärken zu wollen.

Ein Händler hat den Verkauf am Montag leicht positiv bewertet, die Anleger hatten aber offenbar auf einen höheren Verkaufspreis gehofft. Zudem hat Metro-Finanzchef Mark Frese bereits angekündigt, den Erlös aus dem Verkauf für den Schuldenabbau und Investitionen in andere Geschäftsbereiche zu nutzen und damit die Hoffnungen auf eine Sonderdividende gedämpft.

Abwarten!

DER AKTIONÄR bleibt für die Metro-Aktie skeptisch gestimmt. Anleger sollten vorerst an der Seitenlinie bleiben.

 (Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4