06.09.2017 Michel Doepke

Merck-Aktie: Abspaltungspläne treiben an

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Merck
Trendthema

Aktionäre der Merck KGaA hatten in den vergangenen Handelswochen wenig Grund zur Freude. Im schwachen Marktumfeld verlor das Papier seit Juni rund 20 Prozent an Wert. Mittlerweile haben die DAX-Titel einen Boden um die 90-Euro-Marke ausgebildet – und ein frisches Kaufsignal generiert. Der Auslöser: Merck prüft alle Optionen für das Consumer-Health-Geschäft.

Allerdings treffen die Darmstädter zunächst nur die Vorbereitungen dafür. Neben einem Komplett- oder Teilverkauf zieht Merck auch strategische Partnerschaften in Erwägung. Anfang 2018 soll eine finale Entscheidung getroffen werden. Finanzvorstand Marcus Kuhnert betonte in einer Telefonkonferenz, dass es noch zu früh sei, um finanzielle Auswirkungen auszumachen.

Im Fokus der Umstrukturierung steht unter anderem das Geschäftsfeld mit Selbstmedikation. Dieses Segment beschert Merck solide Gewinne. Um jedoch wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse kräftig investiert werden, so der Finanzvorstand und die Healthcare-Chefin Belen Garijo. Und da liegt der Haken: Vor einigen Wochen hat Merck betont, einen konservativeren Kurs zu fahren und vorerst von größeren Zukäufen beziehungsweise Investitionen abzusehen. Fortan liege der Fokus verstärkt auf der Rückführung von Schulden.

Börse begeistert

Von den Abspaltungsplänen profitiert die Merck-Aktie. Nach dem Kaufsignal winken kurzfristig weitere Anschlussgewinne – für Trader interessant. Auf dieses Szenario setzt das Hebel-Depot von DER AKTIONÄR mit einem Turbo-Long.